@PrinceznaAndrea über ein Album, das man richtig laut hören muss: Kate Bush – The Dreaming (1982)

Schuld sind eigentlich Placebo. Deren Coverversion von Kate Bushs Running Up That Hill ist ja schon ziemlich gut. Das genügte (mir) auch für einige Jahre. Dann kam irgendwann die Neugier und die Suche nach dem Original. Und ich so: Wow. Mehr davon. Seitdem ist das Kate Bush’sche Gesamtwerk auch in meiner Playlist vertreten.

Weiters schuld ist das Alphabet. Deswegen nämlich reiht mein Player das Album The Dreaming an die fast vorderste Stelle (gleich nach Aerial, das auch nicht zu verachten ist!), wenn mir nach Alles-von-Kate-Bush ist. Und das wiederum ist der Grund, warum ich diese Platte am besten kenne.

Ganz besonders schuld ist diese Stimme. Die verlangt nach nichts weniger als laut. Da kann schon mal Glas zerspringen – das muss so sein. Kraftvoll und stark, bestimmt und fordernd, drängend und peitschend ist sie, in den Wahnsinn treiben kann sie einen durchaus. Beruhigend ist das nicht, sanft ist nur ein Zwischenspiel. Das Schlimmste, was man ihr antun kann: mindere Sound-Qualität und ebensolche Lautstärke. Das nimmt den Reiz, kann geradezu nerven, und vor allem geht dabei dieses zelebrierte Leiden, diese zelebrierte Angst, diese zelebrierte Sehnsucht verloren!

Denn niemand schreit verzweifelter: „And I love life!“ (Pull Out The Pin), niemand bettelt verführerischer: „Please don’t go through with this“ (Night Of The Swallow), niemand haucht eindringlicher „No stranger’s feet will enter me“ (Get Out Of My House). Gilt auch für alle anderen Alben, da wie gesagt: Gesamtwerk.

Über die Autorin: Andrea prokrastiniert vor sich hin, lenkt sich mit „dem Internet“ vom Diplomarbeit-Schreiben ab und bereichert es (auf Twitter) mit Worten, manchmal auch mit Bildern. Ihr bevorzugtes Musikformat? Downloads, denn „Musik ist zum Anhören da, nicht zum Anfassen“.

Kate Bush: Website Myspace Amazon

Dieser Text entstand im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts „31 Tage – 31 Platten“. Mehr dazu gibt es an dieser Stelle.