Freitagabend, Weihnachtsgetümmel, Tausende auf dem Weg. Fluchtgedanken: Musik im Ohr: Cut Like A Buffalo. Als dich plötzlich dieser Kerl anstarrt, steigt deine Laune nicht unbedingt. Du willst dich schon wegdrehen, als du, spät aber doch, unter der dicken Pudelmütze, hinter dem hochgeschlagenen Mantelkragen, deinen guten Freund erkennst. Der eigentlich tausende Kilometer entfernt, in London sein sollte. Und sich nun hier in Wien antreffen lässt, wo er für lausige 24 Stunden zu Gast ist. Du erkennst nun auch, bei wem – er hat seine Schwester im Schlepptau, die Gute.

Freude!

Lange ist es her, doch sofort ist alles beim Alten. Man tauscht die aktuelle Lebenssituation aus (der eine ist verheiratet, der andere Vater – das ist nichts Neues, aber birgt hohes Geschichtenpotenzial). Man erläutert die politischen Verhältnisse da wie dort. Und landet schließlich genau da, wo man irgendwann, vor Ewigkeiten, am engsten miteinander war: in der Schule. Was dieser, was jene mache? Ob diese, ob jener gut gealtert ist? Die Band damals – wir waren so gut! (Wir waren SO gut!!!)

Der Abschied, viel zu bald. Eine Stunde nur und dann: Auf Wiedersehen, alter Freund!

(Auf Wiedersehen!)