Wer in die Video-Filmerei und die Fotografie eintaucht, kann sich (wie auch ich) über eine Aus- oder Weiterbildung grundlegendes Wissen aneignen. Im Weiteren heißt es üben und Praxis sammeln – sowie sich mit Profis aus der Branche auszutauschen bzw. deren Arbeiten und Techniken über Ausstellungen, Interviews und eigene Publikationen kennen zu lernen und zu analysieren.

Die unten angeführten Personen und Quellen haben mir sehr geholfen und ich lege allen angehenden Video- und Fotoschaffenden ans Herz, sich durch die verlinkten Werke bzw. Kanäle zu klicken. Es lohnt sich im Übrigen, zu dieser Seite zurück zu kehren, da ich sie immer wieder um wertvolle Link- und Lese-Tipps ergänzen werde.

Befreundete Fotografen

„Diese Bilder erzählen Geschichten“, schreibt Marko Zlousic auf Neonhippo.net. In der ursprünglich für Instagram entwickelten Serie #Metropeople beschäftigt sich der in Wr. Neustadt ansässige Fotograf und Kommunikationsprofi mit der Frage, „wer die Unbekannten an meiner Seite sind, wo sie her kommen und was für Menschen sie eigentlich sind“. Davon zeigte man sich u.a. im Stift Klosterneuburg beeindruckt, wo am 5. April 2018 Zlousic‘ Foto-Ausstellung #Metropeople eröffnet wurde. Die beeindruckenden Bilder sind noch bis zum 8. August 2018 in der Vinothek des Stifts zu bewundern. Auf seiner Website gibt Marko außerdem Einblick in sein Schaffen v.a. als Portrait-Künstler und Auto-Fotograf.

Armin Rudelstorfer ist u.a. ein begnadeter Konzert-Fotograf, dessen Arbeiten regelmäßig im Magazin The Gap zu bewundern sind. Beeindruckend ist aber auch die Serie „Couchsession“, für die Armin – ja, genau – zu Foto-Terminen seine eigene Couch mitbringt. Zugegeben, eine aufblasbare Couch – aber das nimmt der Idee und den daraus entstandenen Bildern nichts von ihrer Genialität. Ganz offensichtlich Gefallen daran fanden bereits KünstlerInnen wie Amanda Palmer, Josef Hader und Adam Green.

Bücher für den Einstieg

Henry Carroll ist ein britischer Fotograf, der mit seiner „Read this“-Buchreihe eine wunderbare Einführung in die Fotografie – egal ob als Hobby oder als Beruf – publiziert hat. „Read This If You Want To Take Great Photographs“ beschäftigt sich mit technischen Details wie dem Zusammenspiel von Blende, Belichtungszeit und ISO, vermittelt aber auch Grundlagenwissen zur zweckmäßigen Wahl der Brennweite sowie zum Thema Aus- und Beleuchtung. Dieses wird in bislang zwei weiteren Bänden („… Photographs Of Places“ & „… Photographs Of People“) vertieft. Zudem gibt es eine ergänzende Publikation über Instagram-Fotografie sowie ein „Photo Journal“ mit Anregungen zur praktischen Vertiefung. Schwere Empfehlung für den fotografischen Einstieg!

„The Street Photographer’s Manual“ ist ein wunderbar aufgemachtes, sehr handliches Buch, das praxisnah Tipps zum fotografischen Genre der Straßenfotografie gibt. David Gibson hat dafür Bilder und Biografien verschiedener FotografInnen mit ihrem jeweils einzigartigen Stil ausgewählt. Er stellt aber auch eigene Arbeiten vor, deren Entstehungsgeschichte er für seine LeserInnen reflektiert. Das Ganze wird ergänzt durch „Projekte“, in denen der Autor darlegt, wie man z.B. durch eine geschickte Perspektivenwahl aus der Kombination verschiedener Personen und/oder Objekte („Lining“) oder dem Blick von oben („Looking Down“) völlig neue fotografische Ergebnisse generiert. Eine kleine, aber feine Auswahl seines Schaffens stellt Gibson auch auf seiner Website zur Schau.

Videos zur Vertiefung

Zahlreiche spannende YouTube-Kanäle beschäftigen sich mit Fragen der Fotografie und der Videoproduktion. Stellvertretend für diese Vielfalt möchte ich fünf YouTuberInnen hervorheben, von denen ich in den vergangenen Jahren Inspiration und Fachwissen erhalten habe:

1. Ted Forbes
Auf „The Art Of Photography“ schafft es Ted Forbes, technikbegeisterte Kamera-Freaks genauso wie kunstinteressierte „aus-Leib-und-Seele“-FotografInnen zu fesseln. Neben Kameratests, einer unterhaltsamen DIY-Attitüde und der Beantwortung von Fan-Post bietet Forbes immer wieder die Möglichkeit, ihn auf Ausflügen zu begleiten und Interviews mit Branchen-KollegInnen beizuwohnen.

2. Matt Ballard
Der Kanadier Matt Ballard betreibt den Kanal „Art Of The Image“, der sich in zumeist etwa drei- bis sechsminütigen Videos mit Fragen der Community zu den neuesten Spiegelreflex- bzw. Systemkameras, der 4K-Technologie und der idealen Objektiv-Wahl beschäftigt. Trotzdem er kein Hehl aus seiner Vorliebe für die Lumix-Kameras von Panasonic macht – insbesondere die Lumix G7, die ich auch selbst mein Eigen nenne -, kommen auch die Systeme von Canon, Nikon, Fuji & Co. nicht zu kurz.

3. Stephan Wiesner
Auch den Kanal von Stephan Wiesner, in die Schweiz ausgewanderter Fotograf aus Deutschland, möchte ich euch ans Herz legen. Neben Kamera- und Fotografie-Tipps bietet er auch Tutorials und Workshops zur Fotobearbeitung an, publiziert Bücher und hat zuletzt ein neues Fotomagazin gegründet. Mehr dazu auf seiner Website.

4. Peter McKinnon
Angeblich hat der in Toronto lebende McKinnon seinen YouTube-Channel erst Anfang 2017 gestartet. Demnach bin ich ihm bereits recht bald online begegnet und konnte seinen bewundernswerten Aufstieg ganz gut mitverfolgen. Bereits im Herbst desselben Jahres knackte er nämlich die 1-Million-AbonnentInnen-Grenze, mittlerweile (Anfang Mai 2018) steht er kurz vor den zwei Millionen. Und ja, was soll man sagen? Der Typ hat’s drauf: Kameratechnik, Fotografie-Tipps, Photoshop- und Videoschnitt-Tutorials, durchaus auch mal ein Zeitsprung-Video – das unterhält und beeindruckt einfach.

5. Amy Landino
Unter dem Alter ego „Savvy Sexy Social“ (SSS) bekannt geworden, widmet sich Amy Landino (ehemals Amy Schmittauer) seit einigen Jahren dem Um und Auf des (regelmäßigen) Vloggens. Sie gibt Tipps und Tricks vor allem zum persönlichen Auftreten sowie zur Themenplanung. 2017 ist dazu auch das sehr lesenswerte Buch „Vlog Like A Boss“ erschienen, nach dessen Lektüre ich mich schließlich auch als Teilnehmer von #SSSVEDA (VEDA = Vlog Everyday In April) versucht habe.