Kurt Russell hin oder her: Death Proof war mies. Und auch als Produzent des scheußlichen Hostel-Movies entfernte sich Quentin Tarantino weit von Großtaten wie Pulp Fiction, Jackie Brown und Kill Bill. Um so erfreulicher, dass ihm mit Inglourious Basterds ein Juwel gelungen ist. Mit Mélanie Laurent, Brad Pitt, Til Schweiger, August Diehl und Daniel Brühl bewies er einmal mehr sein Händchen für große Besetzungen. Respekt gebührt aber – man las es zurecht an vielen Stellen – vor allem Christoph Waltz, der den SS-Offizier Hans Landa verkörpert: Ein Erlebnis! Zur Handlung: Ein Trupp amerikanischer Juden macht sich 1941, angeführt von Aldo Raine (Pitt), auf nach Frankreich, um Nazis zu jagen. Zufällig ergibt sich die Chance, Adolf Hitler (und noch mehr Nazis) während einer Kinovorstellung zu töten. Was oft fantasiert wurde, setzt Tarantino konsequent in Szene: eine prächtige Vision, ein großartiger Film. Jetzt auch im Heimkino.

(8 Punkte)