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	<title>Bernhard Madlener</title>
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	<description>Auf dieser Website erhalten Sie einen Einblick in meine bisherige Text-Arbeit. Ich freue mich über Feedback jeder Art wie auch über allfällige Schreibaufträge. Mehr dazu unter „Angebot“.</description>
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		<title>3 Platten</title>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 20:30:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mad</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Marilyn Manson – Born Villain Wer den guten Brian Warner ob mangelnder musikalischer Abwechslung für einen Langeweiler hält, ihn deshalb vielleicht gar schon längst abgeschrieben hatte, der hat wohl nie richtig zugehört. Oder steht einfach grundsätzlich nicht auf die Industrial-Gothic-Mucke. Man kann Warners Kunstfigur Marilyn Manson vorwerfen, sich mit der neuen Platte zu wiederholen – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Marilyn Manson – Born Villain<br />
</strong>Wer den guten Brian Warner ob mangelnder musikalischer Abwechslung für einen Langeweiler hält, ihn deshalb vielleicht gar schon längst abgeschrieben hatte, der hat wohl nie richtig zugehört. Oder steht einfach grundsätzlich nicht auf die Industrial-Gothic-Mucke. Man kann Warners Kunstfigur Marilyn Manson vorwerfen, sich mit der neuen Platte zu wiederholen – oder sich freuen, dass er zu seinen Wurzeln zurückkehrt, ohne die vergangenen eineinhalb Jahrzehnte zu verleugnen. Mit „Mechanical Animals“ (1998) sowie „Eat Me, Drink Me“ (2007) hat er zwei Mal eine deutliche Veränderung bzw. Neuausrichtung seiner Musik unternommen – zwischen diesen beiden starken, den Gothic- und Glam-Aspekt seiner Musik betonenden Platten lag mit „Holy Wood“ (2000), mit dem er sich auf den verdienten Lorbeeren ausruhte, und dem eher anstrengenden und sich eine Spur zu sehr dem Mainstream anbiedernden „The Golden Age Of Grotesque“ (2003) eine Durststrecke. Das nachfolgende „The High End Of Low“ (2009) brachte solide auf den Punkt, was in den zehn Jahren davor geschehen war, ließ einen dann aber doch eher lieber die älteren Scheiben auflegen. „Born Villain“ darf man allein schon deshalb zu den gelungeren Manson-Alben zählen: Es ist einerseits beim ersten Durchlauf schon eingängig und bietet viele Ohrwürmer, andererseits klingt Manson erstmals seit „Antichrist Superstar“ (1996) wieder 90er-Jahre-mäßig abgefuckt („Children of Cain“, „Lay Down Your Goddamn Arms“, „Born Villain“) – und damit einfach ziemlich cool („The Gardener“). Ob das an der Rückkehr des Bassisten und geschätzten Songschreibers Twiggy Ramirez liegt, wie man vielfach liest, sei dahingestellt: Man hört die ersten Alben, man hört die alte Nine-Inch-Nails-Connection heraus, und man mag an manchen Stellen der Meinung sein, es könnte sich einfach nur um ein Best-of der bösen Buben um MM handeln. Der Gesamteindruck besagt: Marilyn Manson klang lange nicht so frisch wie 2012 – und das hat verdammt noch mal nichts mit dem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=hIqe_lwKddw" target="_blank">Gastauftritt von Johnny Depp</a> zu tun.</p>
<p><span id="more-43383"></span></p>
<p><strong>Paradise Lost – Tragic Idol<br />
</strong>Keine langen Reden: Die neue Scheibe der britischen Gothic-Metaller reiht sich nahtlos in die Lieblinge der Fans und der Kritiker ein – „Shades Of God“ (1992), „Icon“ (1993), „Draconian Times“ (1995), „Tragic Idol“ (2012), das hätte in dieser Abfolge funktionieren können. Stattdessen setzten die Jungs ab 1997, mit dem entgegen der allgemeinen Meinung wirklich großartigen und zeitlosen „One Second“ auf zunehmend weichere (aber kaum je softe) Töne, näherten sich mit „Host“ (1999) und „Believe In Nothing“ (2001) auf höchstem musikalischen Niveau der Belanglosigkeit, um schließlich ab 2002 (das eingängige „Symbol Of Life“) wieder stetig in die entgegengesetzte Richtung zu traben: Mit „Paradise Lost“ (2005), „In Requiem“ (2007) und schließlich dem grandiosen „Faith Divides Us, Death Unites Us“ (2009) besann sich die Band teils auf ihre frühestens Wurzeln, und sponn zusehends die Death-Metal-Elemente von „Lost Paradise“ (1990) und dem einem ganzen Genre namengebenden „Gothic“ (1991) ein. Nun, endlich, kehren Paradise Lost auf den Metal-Olymp zurück, den sie mit nur wenigen Bands teilen müssen, die wie sie wirklich harte Rock-Musik mit eingängigen, schönen Melodien und beeindruckenden Vocals verbinden – eine Liga, in der Kaliber wie Metallica, Machine Head, Down und, auf ihre jeweils ganz eigene Weise, vielleicht noch DevilDriver und die Deftones spielen. Einen Eindruck davon mag euch <a href="http://www.youtube.com/watch?v=kU18F6yTuHo" target="_blank">„Honesty In Death“</a> geben.</p>
<p><strong>R.E.M. – Songs For A Green World (Live)</strong><br />
Nach gut 30 Jahren, von denen ich genau 20 bewusst miterleben durfte, haben sich R.E.M. vergangenen Herbst aufgelöst – nach einer wirklich guten, alle Bandregister ziehenden, abschließenden  Platte nur wenige Monate davor. Selbstverständlich hagelt es seither Best-ofs und Live-Material – wobei es viel schlimmer sein könnte. Mit „Songs For A Green World“ liegt jedoch ein besonderes Live-Juwel vor: Es handelt sich dabei um die Radio-Übertragung einer kompletten Show, die am 30. April 1989 in der Orlando Arena in Florida über die Bühne ging. Die Band befand sich auf ihrem ersten Höhepunkt, und dennoch waren es noch zwei Jahre bis zum wirklichen internationalen Durchbruch, der 1991 mit dem Album „Out Of Time“ und der Single „Losing My Religion“ folgte. Trotzdem: „It’s The End Of The World As We Know It“ vom 87er-Album „Document“ – bis heute ihr bestes!!! – hatte die Band um den charismatischen, sensiblen Sänger Michael Stipe bereits bekannt gemacht. Umso erstaunlicher, dass mit dem zur Zeit des vorliegenden Mitschnitts aktuellen Folgealbum „Green“ eine, sowohl was das Songwriting als auch die Produktion betrifft, unterdurchschnittliche, teils schrecklich langweilige Platte veröffentlicht wurde: Wie dieser „Füller“ zwischen den großartigen Platten „Document“ und „Out Of Time“ zustande kam, bleibt mir ein Rätsel. Nichtsdestotrotz gewannen diese (und viele ältere) Songs, die auf der „Green“-Tour teils stark abgeändert präsentiert wurden, in der Live-Version unheimlich dazu: Es ist eine richtige Freude, diesem Live-Dokument zu lauschen, und nachdem mich R.E.M. 2003 und 2005 bei ihren Auftritten in Wien überraschend kalt ließen, und ich auch von den jüngeren Live-Platten alles andere als überzeugt bin, nehme ich dieses Ende 2011 veröffentlichte, und noch dazu, obgleich überall erhältlich, <a href=" http://www.discogs.com/REM-Songs-For-A-Green-World/release/3130767" target="_blank">inoffizielle Bootleg</a> als die ultimative R.E.M.-Live-Platte dankbar an.</p>
<p><em>Paradise Lost spielen <a href="http://arena.co.at/index.php?section=prog_detail&amp;id=4220" target="_blank">am 22. Mai in Wien</a> – Konzertbegleitung willkommen, <a href="http://www.madication.eu/kontakt/" target="_blank">E-Mail genügt</a> <img src='http://www.madication.eu/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </em></p>
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		<title>Lesezeit!</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 19:31:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Tat: So viel Lesezeit war lange nicht mehr, weshalb ich hiermit ein paar literarische Empfehlungen kundtun möchte&#8230; Maureen Gibbon – Thief Suzanne, eine Englischlehrerin Anfang 30, nimmt sich eine Auszeit und verbringt den Sommer in einer abgeschiedenen Hütte im Wald. So richtig abschalten kann sie jedoch nicht und gibt ein Zeitungsinserat an, in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Tat: So viel Lesezeit war lange nicht mehr, weshalb ich hiermit ein paar literarische Empfehlungen kundtun möchte&#8230;</p>
<p><strong>Maureen Gibbon – Thief<br />
</strong>Suzanne, eine Englischlehrerin Anfang 30, nimmt sich eine Auszeit und verbringt den Sommer in einer abgeschiedenen Hütte im Wald. So richtig abschalten kann sie jedoch nicht und gibt ein Zeitungsinserat an, in dem sie sich nach einem „Great kisser, good listener“ sehnt. Es folgen einige Zuschriften, von denen sich jene des Gefängnisinsassen Alpha Breville als zugleich interessanteste und lächerlichste darstellt. Nach und nach vertieft sich die Beziehung der beiden, Suzanne besucht in mehrfach, sie malen sich eine gemeinsame Zukunft aus, die es auf Basis der zwar nicht gemeinsamen, aber auf einem gleichen Erlebnis ruhenden Vergangenheit eigentlich nicht geben könnte: Suzanne wurde mit 16 Jahren vergewaltigt – Alpha Breville hat gerade Mal die Hälfte seiner 14-jährigen Haftstrafe wegen Vergewaltigung abgesessen. Dies allein ergäbe schon eine spannende Geschichte, aber Maureen Gibbon reicht das nicht: Sie lässt Suzanne gleichzeitig mit der Frage kämpfen, inwiefern das schreckliche Jugenderlebnis hätte verhindert werden können, und ob sie gar selbst eine Schuld daran trägt… An dunklen Offenbarungen lässt es die Autorin dann bis zur letzten Seite dieses wirklich extrem spannenden Buches nicht mangeln. Hart wie Bukowski und Palahniuk zusammen, stilistisch aber auf einem völlig anderen, besseren Niveau – ein Mann könnte sowas wohl nicht schreiben.</p>
<p><span id="more-43374"></span></p>
<p><strong>Emily Walton – Mein Leben ist ein Senfglas<br />
</strong>Poppy Simmons, gebürtige Engländerin, verschlägt es als kleines Mädchen nach Salzburg. Der Kulturschock ist enorm – trotzdem ihre deutsche Mutter vieles abfängt –, macht aber nicht nur Poppy selbst, sondern vor allem ihrem Umfeld zu schaffen.  In zwölf Episoden schildert Emily Walton, selbst 1984 in Oxford geboren und 1992 in Österreich gestrandet, eine meistens witzige, oft ernste und manchmal traurige, jedenfalls aber vor Leben strahlende Geschichte des Erwachsenwerdens. Ein gelungenes Debüt, das langsam aber stetig, nicht zuletzt aufgrund der bemerkenswert einfachen, aber wirkungsvollen Marketingstrategie via Social-Media-Kanäle und Mundpropaganda, an die Spitze der heimischen Bücherverkaufscharts wandert – und zugleich bereits in wenigen Wochen zum KritikerInnen-Liebling geworden ist. Beides absolut verdient!</p>
<p><strong>Emma Donoghue &#8211; Raum<br />
</strong>Man könnte bösartig sein und feststellen, dass „Raum“ das <a href="http://www.tagesspiegel.de/sport/oesterreich-aufregung-um-fritzl-satire/1251654.html" target="_blank">Titanic-Klischee</a> der typisch österreichischen Familie beschreibt; es ist jedenfalls vorstellbar, dass die Geschichte zumindest am Rande von Fällen wie der Entführung Natascha Kampusch‘ und jenem des Amstettener Josef F. inspiriert ist. Es geht um einen kleinen Jungen, Jack, der in seinem kurzen Leben – er feiert zu Beginn des Romans seinen fünften Geburtstag – nur „Raum“ (ohne Artikel) als seine Umwelt kennen gelernt hat. Manches, was über „Raum“ hinaus geht, kennt er aus dem Fernsehen, hält das aber nur für erfundene Geschichten – so machte es ihm seine Mutter weis. Jack fühlt sich wohl bei ihr, hat durchaus Spaß auf den paar Quadratmetern seiner Lebenswelt – einzig, wenn alle paar Tage Besuch in der Person von „Old Nick“ kommt, flüchtet er sich in „Schrank“. Es handelt sich bei dem Kerl, den er stets fasziniert beobachtet, um – Jack kann keine Vorstellung davon haben – den Entführer seiner Mutter, der sie seit gut sieben Jahren in einem Gartenhäuschen gefangen hält. Jacks Mutter hat sich mit der Situation arrangiert, in erster Linie, um ihr Kind nicht zu gefährden. Als sie jedoch, in einem Nebensatz nur, ein neues Detail aus Old Nicks Leben erfährt, muss sie handeln – und entwickelt einen so genialen wie das Leben ihres Kindes in Frage stellenden Fluchtplan.<br />
Trotz dieser düsteren Ausgangsbasis handelt es sich bei „Raum“ um ein herrlich schönes, das Leben an sich bejahendes Buch, in dem weniger Jacks Angst vor dem Entführer als seine Neugier auf dessen Welt eine Rolle spielt. Einer der bemerkenswertesten Romane, die ich in den vergangenen Jahren gelesen habe. Wer Kinder hat, wird noch deutlich besser mitfiebern können…</p>
<p><strong>Eva Hornung – Dog Boy<br />
</strong>Dieses Buch habe ich einem Freund zu Weihnachten geschenkt, der es mir nach kurzer Zeit etwas verlegen zurückgab: Es entspreche so überhaupt nicht dem, was er sonst lese. Vor einigen Tagen nahm ich es endlich zur Hand und konnte es kaum mehr weglegen. Die einerseits unglaubwürdig anmutende und andererseits stark an „Mogli“ aus Rudyard Kiplings „Dschungelbuch“ erinnernde Story dreht sich – einmal mehr – um einen kleinen Jungen. Romotschka lebt in Moskau um die jüngste Jahrtausendwende; seine Mutter ist seit kurzer Zeit verschwunden, und der vierjährige lebt bei seinem Onkel – der eines Tages ebenfalls von zu Hause fern bleibt. Nach gut einer Woche, in der der Bub sich mehr schlecht als recht an den wenigen Lebensmitteln im Kühlschrank und der Speisekammer labt, verlässt er die Wohnung und wird wenig später von einem Rudel wilder Hunde „adoptiert“. Romotschka wird sich nach kurzer Zeit nicht nur wie ein Hund bewegen und benehmen, sondern wird tatsächlich ein Hund sein – in jeder Hinsicht, beginnend mit dem Markieren seines Territoriums mittels Urin und Kotspuren bis hin zum Jagen und Verspeisen von Hühnern und Pfauen, Ratten und Katzen, was, nachdem er von der Hundemutter gesäugt und von deren Welpen als Bruder akzeptiert worden ist, nur selbstverständlich scheint. Natürlich richtet sich nach und nach das Auge der Öffentlichkeit – Polizei, Medien und Forschung – auf den „Hundejungen“, der immer öfter gemeinsam mit seiner „Familie“ auf Raubzügen beobachtet wird. Wie sich ein solches Leben entwickeln und sogar zu einem glücklichen Leben werden kann, das beschreibt Eva Hornung auf knapp 330 fesselnden Seiten.</p>
<p><strong>Margaux Fragoso – Tiger, Tiger<br />
</strong>Die Autorin beschreibt ihr eigenes Leben, es handelt sich um einen autobiographischen Dokuroman, wie es im Klappentext heißt. Im Alter von sieben Jahren lernt Margaux im Schwimmbad einen Mann kennen, den 51-Jährigen Peter. Sie freundet sich mit ihm an, genauso wie ihre Mutter, die in Peter v.a. einen bewundernswerten Vater seiner (Stief-)Kinder zu erkennen vermag. In der Folge entwickelt sich die Freundschaft zu etwas, das Margaux als Liebe beschreibt – welche bald nicht mehr nur platonisch ist – und bis in die Zeit ihres Universitätsstudiums anhält: Mehr oder weniger im Geheimen, hinsichtlich einiger Menschen in Margaux‘ und Peters Umfeld aber eindeutig in einem mit Entsetzen und Ratlosigkeit geduldeten Bereich. Spannend ist die Konsequenz, mit der die Autorin ihren Peter schildert – längst nicht nur als herzlichen, liebevollen Partner, der er in dieser Konstellation nie sein könnte, aber dennoch in keinster Hinsicht als einen Mann, der gemeinhin wohl nicht anders denn als „Kinderschänder“ (vor-)verurteilt werden würde. Faszinierend und abstoßend zugleich, will man diesen Text mit jeder gelesenen Seite gewisser weglegen – und bleibt ihm dennoch bis zum Ende ausgeliefert.</p>
<p><strong>Mitch Albom – The Five People You Meet In Heaven<br />
</strong>Als der alte Frank an seinem 83. Geburtstag beim Versuch, ein kleines Mädchen vor dem Unfalltod zu retten selbst stirbt, traut er seinen Augen kaum: Nur wenige Augenblicke später findet er sich in einer vollkommen neuen Welt wieder, einem völlig fremden Menschen gegenüberstehend. Ist er im Himmel? In der Hölle? In einem Zwischenreich? Vier weitere Personen folgen, mit deren Lebensgeschichten sich Frank genauso wie im ersten Fall auseinander setzen muss – und jede dieser Personen war in irgendeiner Weise mit Frank in Verbindung, selbst wenn sich die beiden Zeit ihres Lebens nie persönlich getroffen haben. Aber so ist das eben: Wer das ewige Glück nach dem Tod erlangen will, muss erst das verstehen, was er auf Erden sein Leben nannte – und dabei gilt es, sich mit den fünf Menschen auseinanderzusetzen, die jeder von uns nach dem Tod treffen wird: Eine wunderbare Ausgangsidee, die inhaltlich wie stilistisch manchmal an Donald Trumbos „Johnny Got His Gun“ erinnert, dabei jedoch nie ihre Eigenständigkeit verliert. Sollte dringend verfilmt werden&#8230; ach, das sollten sie alle!</p>
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		<title>Gedanken zur Pflichtversicherung</title>
		<link>http://www.madication.eu/blog/2012/02/26/gedanken-zur-pflichtversicherung/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Feb 2012 20:10:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Man darf über alles nachdenken, sogar laut. Ach, die Welt wäre eine viel bessere, wenn die Leute mehr ernsthafte, laute Diskussionen führten und weniger nur halbstark auf den Stammtisch klopfen würden. Gerade in Zeiten, in denen die Politik allerorts vor ihrer Länder Zukunft strotzt, ist jeder Gedanke zu möglichen Alternativen wertvoll. Auch Österreich muss sparen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man darf über alles nachdenken, sogar laut. Ach, die Welt wäre eine viel bessere, wenn die Leute mehr ernsthafte, laute Diskussionen führten und weniger nur halbstark auf den Stammtisch klopfen würden. Gerade in Zeiten, in denen die Politik allerorts vor ihrer Länder Zukunft strotzt, ist jeder Gedanke zu möglichen Alternativen wertvoll.</p>
<p>Auch Österreich muss sparen, und wenn die Politik nicht an den richtigen Stellen ansetzt – <a title="Her mit dem Zaster, her mit der Marie!" href="http://www.hermitdemzaster.at/" target="_blank">dieser Meinung dürfen wir sein, und wir sind es zu immer mehrt!</a> –, dann beginnt die BürgerIn, über passendere Stellen nachzudenken. Wobei dieses „Sparen“ für VaterMutter Staat nicht zwingend bedeutet, nur seine Ausgaben zu senken, sondern auch, dass er sich neuer Einnahmequellen besinnt (idealer Weise, ohne weitere Zehn- oder Hunderttausende an die Armutsgrenze heran zu führen).</p>
<p>Nun sind wir aber mit der Tatsache konfrontiert, dass uns die Regierung einerseits, staatsausgabenschonend, z.B. eine geringere Ausschüttung von Bausparprämien zumutet; das läuft dem Versprechen der ÖVP zuwider, jene, die etwas „leisten“, nicht zu schröpfen – ist allerdings verschmerzbar. Andererseits wird jedoch, staatseinnahmenverhindernd, z.B. auf die laut SPÖ so gut wie unumgehbare Einführung von Steuern auf große Erbschaften sowie auf (aus dem Wirtschaftskreislauf genommene) Großvermögen weiterhin mal einfach so verzichtet.<br />
<span id="more-43360"></span></p>
<p>Wenn in diesem an sich ganz schönen Land über Steuern bzw. Abgaben und Gerechtigkeit, im Weiteren also Abgabengerechtigkeit, geredet wird, dann geht es relativ rasch auch um die individuellen Beiträge zur Arbeitslosen-, zur Kranken- und zur Pensionsversicherung. Diese seien für Minderverdiener zu hoch, und für Großverdiener, auch wegen der bekannten Höchstbeitragsgrundlage in der Sozialversicherung, bei weitem zu niedrig: Ich setze an dieser Stelle einmal die Übereinkunft voraus, dass an unserem bewährten Solidaritätsprinzip noch nicht all zu heftig gerüttelt wird.</p>
<p>Von der Diskussion um die Pensionsversicherung ist es dann nicht mehr weit zur Sicherung der Pensionen, und in diesem Zusammenhang wurde dieser Tage – nur kurz, nachdem das Thema die deutsche Innenpolitik beschäftigte – <a title="derStandard.at" href="http://derstandard.at/1329870304127/Gerechtigkeit-Kinderlose-sollten-einen-Solidarbeitrag-leisten" target="_blank">wieder einmal ein Solidarbeitrag für Kinderlose angedacht</a>. Jetzt geht es hier nicht um den Botschafter, den man nur für einen klugen Kopf halten kann, sondern um die Botschaft: Menschen, die die Gesellschaft nicht durch Nachkommen bereichern, sollen mehr Geld in den Gemeinschaftstopf werfen. Denn schließlich vorenthalten sie uns allen viele fleißige AbgabenzahlerInnen, die künftig unsere – und in dieser Argumentation vor allem deren – Pensionen zahlen sollten.</p>
<p>Das ist nur auf den ersten Blick nachvollziehbar, weil damit einmal mehr unterschlagen wird, worum es sich bei unseren Pensionsbeiträgen – genau wie bei den Krankenversicherungs- und den Arbeitslosenbeiträgen – eigentlich handelt: um die Beiträge zu einer Versicherung. Genau genommen einer Pflichtversicherung, in deren jeweiligen Topf wir ab einer bestimmten Einkommensgrenze ja einzuzahlen verpflichtet sind, um – das gilt wohl für die Mehrheit – UNSER EIGENES Leben überhaupt ordentlich und würdevoll bestreiten zu können.</p>
<p>Natürlich ist es praktisch so, dass die Beiträge, die wir heute einzahlen, morgen schon an jene ausgeschüttet werden, die bereits in Pension sind. Deren Beiträge wiederum sind aber über die vergangenen drei, vier, fünf Jahrzehnte an heute teils längst verstorbene Menschen ausgezahlt worden, die wiederum während ihres Lebens Beiträge einzahlten, die an noch ältere Menschen gingen, usw. usf. Dass das Pensionsversicherungssystem gleichzeitig ein Umlagesystem ist, dafür können wir einzelnen BürgerInnen nichts. Warum also soll jemand, der <a href="https://www.sozialversicherung.at/portal27/portal/esvportal/channel_content/cmsWindow?action=2&amp;p_menuid=64617&amp;p_tabid=5 " target="_blank">auf sein persönliches Pensionskonto eingezahlt</a> hat, jedoch keine Nachkommenschaft in die Welt setzen wollte – oder konnte! –, zusätzlich mit einem „Solidaritätsbeitrag“ belastet werden? Es würde sich bei dieser Lösung nur um eine weitere Vertagung des längst bekannten Problems handeln: Dieses Pensions-Umlagesystem ist nicht mehr zeitgemäß – weil es sich (<em>auf Basis der zu erwartenden demographischen Entwicklung und unter Berücksichtigung der sich laufend verschärfenden Zuwanderungsbedingungen</em>, Anm.) rein rechnerisch nicht ausgeht.</p>
<p>Ich meine: Der moderne (nicht durch Unfruchtbarkeit geschlagene) Mensch ist mündig genug zu entscheiden, ob er/sie Kinder will. Und ein Staat wie Österreich, der laufend durch neue Fälle von sich sprechen macht, <a title="derStandard.at" href="http://derstandard.at/1287099633540/Abschiebung-Baby-muss-in-die-Mongolei-zurueck" target="_blank">in denen Minderjährige – zum Teil Babys! abgeschoben werden</a>, sollte sich im Übrigen hüten, über sinkende Geburtenraten zu klagen.</p>
<p>Um unsere Pensionen zu sichern, muss den Menschen ganz einfach besser ermöglicht werden, sich ihre individuelle Pension zu erarbeiten. Dies, indem unter anderem Zeiten der Versorgung und Erziehung jener Kinder, die ach so gerne gefordert werden, in vollem Umfang als Beitragszeiten zur Pension angerechnet werden. Womöglich auch, indem Beitragsteile der arbeitenden Väter direkt auf das Pensionskonto der Mütter ihrer Kinder gutgeschrieben werden. Das wäre mitunter der dringend fehlende letzte Anreiz für viele Männer, doch eine ihnen zustehende Karenzierung in Anspruch zu nehmen. Weiters würde damit die Witwenpension – und es sind meist Frauen, die eine solche brauchen – weniger notwendig, mit der die lebenslange Abhängigkeit der Frau vom Mann sichtbar bis zu ihrem Tod festgeschrieben bleibt.</p>
<p>Um noch einmal auf die Versicherungsfrage zurück zu kommen: Genau um eine solche handelt es sich bei der Pensions-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung, ähnlich dem Prinzip der Haushalts- oder KFZ-Versicherung. Einzig das Risiko wird von Staats wegen abgefedert. Denn wer wenig verdient, wer wenig zum ausgeben hat, wer sich weniger gehaltvolle Nahrung und weniger (qualitätsvolle) Urlaube leisten kann, hat selbstverständlich ein höheres Risiko, krank zu werden, arbeitslos zu werden, und früher in Pension gehen zu müssen. Der/die Hochriskante zahlt dennoch zumindest keine absolut höheren Beiträge, wie es die Versicherungslogik verlangen würde; relativ zum Einkommen betrachtet, sieht es freilich völlig anders aus – da ist einmal mehr der Großverdiener auf der Siegerstraße. Insofern bleibt nur die Empfehlung: Genieren wir uns nicht das in Anspruch zu nehmen, was uns zusteht – egal, ob wir ein, drei, sieben Kinder, oder eben kein einziges in die Welt gesetzt und großgezogen haben.</p>
<p><em><strong>EXKURS:</strong></em> Die Frage, ob es gegenüber der Gesellschaft unfair wäre, wenn Menschen, die mitunter sogar arbeitsfähig sind, (weit) vor dem Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters in Pension gehen, ist durchaus eine moralische. Es geht jedoch nicht um deren Moral, denn sie nehmen sich nur, was gesetzlich möglich und damit (im Wortsinn) legitim ist.</p>
<p>Moralische Fragezeichen sind vielmehr an die am Gesetzgebungsverfahren beteiligten Institutionen und Personen zu schicken:</p>
<ul>
<li>Warum ermöglicht ihr, was ihr später nicht wahrhaben wollt?</li>
<li>Warum tut ihr das immer und immer wieder?</li>
<li>Warum putzt ihr euch schließlich an jenen ab, die diese Möglichkeiten in Anspruch nehmen, anstatt euch ernsthaft damit zu beschäftigen, wie diesen Menschen Alternativen dazu geschaffen werden, welche sich nicht im Besuch unsinniger Kurse über die „erfolgreiche Bewerbung“ erschöpfen, wodurch sie zusammen mit einer Vielzahl weiterer Arbeitsloser aus der entsprechenden Statistik fallen – nur, um eure Leistung zu schönen?</li>
</ul>
<p><em>Ein Auszug aus diesem Text wurde auch <a title="hier geht's lang :-)" href="http://ultimatemoms.at/2012/02/26/solidaritaetsbeitrag-fuer-kinderlose-nein-danke/" target="_blank">im Blog der Ultimate Moms</a> veröffentlicht.</em></p>
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		<title>Fremdgebloggt</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Feb 2012 21:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mad</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unter dem Titel „Wechselspiel zwischen Kunst und Wirklichkeit“ habe ich vor einigen Tagen das Romandebüt von Michel Reimon auf litheart.de rezensiert. Das Buch gibt es hier kostenlos zum Download.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter dem Titel <a title="litheart.de" href="http://litheart.de/2012/02/12/wechselspiel-zwischen-kunst-und-wirklichkeit-incommunicado/" target="_blank">„Wechselspiel zwischen Kunst und Wirklichkeit“</a> habe ich vor einigen Tagen das Romandebüt von Michel Reimon auf litheart.de rezensiert. Das Buch <a title="#incommunicado" href="http://reimon.net/2012/02/01/incommunicado/" target="_blank">gibt es hier kostenlos</a> zum Download.</p>
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		<title>Notizen aus dem Winter 2009</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 20:07:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Anfang 2009 habe ich mich, v.a. aufgrund der Lektüre von Roland Barthes&#8217; Vorbereitung des Romans (1. Teil), mit Reimformen im Allgemeinen und dem japanischen Haiku im Besonderen beschäftigt. Heute fielen mir diese alten Notizen wieder in die Hände. Eine Auswahl des Brauchbaren. Mädchen mit Brille: Ihre Geschichte will ich erzählen Die Ehrlichkeit des Menschen infrage gestellt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang 2009 habe ich mich, v.a. aufgrund der Lektüre von Roland Barthes&#8217; <a title="Amazon" href="http://www.amazon.de/Die-Vorbereitung-Romans-Vorlesung-1978-1979/dp/351812529X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1328644488&amp;sr=8-1" target="_blank">Vorbereitung des Romans</a> (1. Teil), mit Reimformen im Allgemeinen und dem japanischen Haiku im Besonderen beschäftigt. Heute fielen mir diese alten Notizen wieder in die Hände. Eine Auswahl des Brauchbaren.</p>
<p>Mädchen mit Brille:<br />
Ihre Geschichte<br />
will ich erzählen</p>
<p>Die Ehrlichkeit des Menschen<br />
infrage gestellt<br />
– nur weil er Bettler ist<br />
(<a title="zur Bettellobby" href="http://bettellobbywien.wordpress.com/" target="_blank">der steirischen SPÖ gewidmet</a>)<br />
<strong><br />
<em>Wahrscheinlich ist der Frieden</em></strong><br />
<em> <strong>doch nur</strong></em><br />
<em> <strong>ein Zwischen den Kriegen</strong></em></p>
<p>Der beste Freund<br />
so nah<br />
und doch unnahbar<br />
<em><br />
Zur Vertiefung in die Kunst des Haiku empfehle ich: <a title="Amazon" href="http://www.amazon.de/Haiku-Japanische-Dreizeiler-Jan-Ulenbrook/dp/3150094003/ref=sr_1_sc_2?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1328644585&amp;sr=1-2-spell" target="_blank">*klick*</a></em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gedanken zur griechischen Tragödie</title>
		<link>http://www.madication.eu/blog/2012/02/06/gedanken-zur-griechischen-tragoedie/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 22:09:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Was derzeit in Griechenland abgeht, ist mit dem Kopf kaum mehr zu fassen: Das geht ans Herz. Das Land, in dem wir Jahr für Jahr Urlaubswoche um Urlaubswoche verbringen, lässt zunehmend mit Meldungen aufhorchen, wonach seine Jüngsten hungrig in Kindergärten und Schulen sitzen. So weit geht es, dass Schülerinnen und Schüler dem Unterreicht nicht mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was derzeit in Griechenland abgeht, ist mit dem Kopf kaum mehr zu fassen: Das geht ans Herz.</p>
<p>Das Land, in dem wir Jahr für Jahr Urlaubswoche um Urlaubswoche verbringen, lässt zunehmend mit Meldungen aufhorchen, wonach seine Jüngsten <a title="Spiegel Online" href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,812500,00.html" target="_blank">hungrig in Kindergärten und Schulen</a> sitzen. So weit geht es, dass Schülerinnen und Schüler dem Unterreicht nicht mehr folgen können und gar, nicht nur in Einzelfällen, vor ihrer Klassengemeinschaft in Ohnmacht fallen. Die Zahl der Obdachlosen steigt. Pensionierte gründen Wohngemeinschaften, um sich überhaupt noch eine Bleibe leisten zu können.</p>
<p>Das Land, das viele von uns als <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wiege_Europas" target="_blank">Wiege der (westlichen) Kultur</a> idealisieren, bringt zunehmend junge Menschen hervor, deren Bildungsantrieb sich allein daraus zehrt, möglichst rasch den Sprung in die Mitte Europas – nach Deutschland vor allem, aber wohl auch nach Österreich! – zu schaffen.</p>
<p>Was erwartet sie hier? – Eine Gesellschaft, deren Leitmedien sich im ständigen Wettlauf um die garstigste Schlagzeile befinden, mit der die „Pleitegriechen“, jedeR einzelne von ihnen, rhetorisch dem Schuldgeständnis zugewatscht werden: JA, ICH HABE ÜBER MEINE VERHÄLTNISSE GELEBT!!!</p>
<p>Dass dies, auf die griechische Bevölkerung herunter gebrochen, großer Mist ist, begreifen sie nicht, oder (<em>wäre das tatsächlich noch schlimmer?</em>) wollen sie nicht wahrhaben.</p>
<p>Die hiesige Regierung scheint nicht einmal mehr den Versuch zu wagen, diese Situation ihren Wählerinnen und Wählern darzulegen. Ganz im Gegensatz zur grinsenden Hyäne, die aus dem Dunkel ihres Oppositionsbaus heraus lugt und dem Volke, neben anhaltenden Versicherungen der eigenen Opferrolle, behende einflüstert: „Wehe, wehe, wenn sie kommen!”</p>
<p>Und kommen werden sie, und die Frage an jedeN von uns lautet: Wo wirst du stehen, und wirst du mit dem Herzen sehen?</p>
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		<title>Prosit Neujahr!</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 13:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn euer 2012 auch nur halb so erfolgreich wird wie mein 2011, dann werdet ihr zufrieden sein!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn euer 2012 auch nur halb so erfolgreich wird wie mein 2011, dann werdet ihr zufrieden sein! <img src='http://www.madication.eu/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Jahresabrechnung</title>
		<link>http://www.madication.eu/blog/2011/12/17/jahresabrechnung/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 16:52:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ich]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Habt ihr eure Weihnachtseinkäufe auch noch (größtenteils) vor euch? Ich bin ja immer froh um gute Tipps aus dem Bereich der schönen Künste. Hier sind meine 2011er Favoriten, vulgo Jahres-Hitparade: Platten 1. Ja, Panik – DMD KIU LIDT: Nachdem sich die Kritiken zu dieser Platte derart einig und vor Lob überstürzt zeigten, wagte ich den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Habt ihr eure Weihnachtseinkäufe auch noch (größtenteils) vor euch? Ich bin ja immer froh um gute Tipps aus dem Bereich der schönen Künste. Hier sind meine 2011er Favoriten, vulgo Jahres-Hitparade:</p>
<p><strong>Platten</strong></p>
<p>1. <strong>Ja, Panik – DMD KIU LIDT</strong>: Nachdem sich die Kritiken zu dieser Platte derart einig und vor Lob überstürzt zeigten, wagte ich den ersten kostenpflichtigen Download meines Lebens. Wenige Tage später kaufte ich das Album nach (Doppel-Vinyl in toller Aufmachung plus CD gibt&#8217;s zum Mega-Sparpreis). Beschreiben lässt sich das, was die Jungs machen, nur schwer. Der Sound schwirrt irgendwo zwischen Rock, Pop, Jazz und Blues herum, die Texte wechseln zwischen Deutsch und Englisch. Durchaus schräg, aber wahnsinnig eingängig und mit Tiefgang. Am besten selbst reinhören und begeistern lassen! Anspieltipps: <a title="YouTube" href="http://www.youtube.com/watch?v=4o8fXW2vhGY" target="_blank">Nevermind</a>, Mr. Jones &amp; Norma Desmond, Run For The Ones That Say I Love You, Trouble und natürlich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=rt5wQd15qXQ" target="_blank">DMD KIU LIDT</a></p>
<p><span id="more-43320"></span>2. <strong>DevilDriver – Beast</strong>: Live ist diese Band eine Naturgewalt, und auf Platte halten die fünf Jungs das stets ganz gut fest. Beast bietet melodiöse, harte, ziemlich groovige Rock-Musik irgendwo zwischen klassischem Death-/Thrash-Metal und modernem Hardcore mit einzelnen New-Metal-Einsprengseln. Wer die Vorgänger-Alben mochte, sollte mit dem jüngsten Output mehr als zufrieden sein, und wird zumindest von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=NlRtG9ls3Ig" target="_blank">Black Soul Choir</a>, einem Cover der Band 16 Horsepower, ziemlich überrascht und schwer beeindruckt sein. Die Deluxe-Ausgabe bietet ein paar zusätzliche Song und eine Tour-Dokumentation sowie eine Reihe sehenswerter Videoclips: Obwohl ich viele Bonus-DVDs mit gutem Gewissen nicht einmal mehr in den Player einlege, war ich diesmal neugierig – und habe das gute Stück mit Begeisterung und extrem gut unterhalten von Anfang bis Ende durchgestanden. Anspieltipps: z.B. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=sKnyu6kJiuE" target="_blank">Shitlist</a>, Hardened, Coldblooded. Up the Devils!!!</p>
<p>3. <strong>Machine Head – Unto The Locust</strong>: Diese Band hatte ich ab ca. 2001 abgeschrieben, als sie sich mit Supercharger – das bei weitem keine schlechte Platte war – zu stark an die New-Metal-Szene angebiedert hatten. Mir fehlte ab diesem Zeitpunkt die gefühlte Ehrlichkeit (und Erdigkeit), das den Machine-Head-Sound bis dahin ausgezeichnet hatte. Den Nachfolger habe ich dann ignoriert, was sich im Nachhinein als Fehler heraus stellte: Es war nicht nur ein Back to the Roots, das die Band mit Through The Ashes Of Empires hingelegt hatte, es war sogar ein deutlicher Schritt zurück hinter den modernen Metal, mit dem sie ab Mitte der 90er bekannt geworden waren. The Blackening stellte dann 2006 den bisherigen Höhepunkt dar, hinter den auch das aktuelle Album nicht mehr zurück fällt. Im Gegenteil: Alles, was bei The Blackening gut war, kommt hier noch besser rüber, melodischer und etwas mehr auf den Punkt gebracht. Ob sich der mitgelieferte „Making of“-Film anzuschauen lohnt, wird sich noch zeigen – irgendwann. Die drei Bonus-Tracks der Deluxe-CD-Version runden die mit sieben Tracks (nicht jedoch bezüglich der Spielzeit) recht kurz ausgefallenen Scheibe ganz wunderbar ab. Die Acoustic-Version von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=NcHEjfGt-5Y" target="_blank">Darkness Within</a> sollte alle Zweifler dieser Band überzeugen.</p>
<p>4. <strong>Metallica &amp; Lou Reed – Lulu</strong>: Wer dieser Platte Melodie und Eingängigkeit abspricht, hat sie nicht gehört, mag Metallica und/oder Lou Reed sowieso nicht oder gleich beides. Der Einstieg mit Brandenburg Gate ist ein passabler, nicht untypischer Reed-Moment, der eben statt bluesrockigen mit metalesken Gitarren unterlegt ist, und bei dem auch Metallica-Sänger James Hetfield die Stimme erheben darf. Zugegeben, die erste Single The View ist verhältnismäßig starker Tobak, und das darauf folgende Pumping Blood braucht seine Zeit, um zu zünden. Aber wir haben es hier auch nicht mit einem normalen Rockprojekt zu tun, sondern mit einer Konzeptplatte, nämlich der Vertonung des titelgebenden Dramas von Frank Wedekind. Die Handlung, wenn man sie nicht schon kennt, wird man aus Reeds Texten vielleicht nicht unbedingt zur Gänze nachvollziehen können, aber Lyrics in der Rockmusik sind ohnehin überbewertet. Der Speed-Metal in Mistress Dread gefällt, und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8pXFRgxThkY" target="_blank">Iced Honey ist einfach nur ein Hammer-Song</a>, den Metallica, wenn sie Reeds Stimme durch ein Paar Gitarren- und Bass-Soli ersetzt hätten, auch gut als Instrumental auf eines ihrer regulären Alben hätten packen können. Cheat On Me zeichnet sich durch eine besondere, ruhige Stimmung aus, und es dauert einige Zeit, bis Reeds junge Begleiter sich Rock’n’Roll-mäßig beteiligen dürfen – bei einem elfeinhalbminütigen Stück argumentierbar.<br />
<em>(Halbzeit.)</em><br />
Der zweite Teil von Lulu ist übrigens erst der wirklich experimentelle, bei dem Lou Reed das Werkl noch mehr an sich zieht. Frustration zeichnet sich trotz coolem Riff durch eine gewisse Monotonie aus, und mit Little Dog folgt dann sozusagen der Ruhepol des Albums. Dragon baut sich, noch einmal die Elf-Minuten-Grenze sprengend, zu einem richtigen Rock-Monster auf, bevor das fast 20 Minuten dauernde (jedoch ein wirklich langes Outro beinhaltende) <a href="http://www.youtube.com/watch?v=zVRasQeqnNM" target="_blank">Junior Dad</a> maßgeblich zum Gelingen des Lulu-Konzepts beiträgt: Mit dieser Songstruktur hätte Junior Dad auch in Metallicas Re-/Load-Phase gepasst – also Gegenstück zur Kollaboration mit Marianne Faithfull (The Memory Remains). Wer dieser Platte Melodie und Eingängigkeit abspricht, hat sie nicht gehört, mag Metallica und/oder Lou Reed sowieso nicht oder gleich beides. Mich hat Lulu dieser eigenwilligen Band Metallica noch ein Stückchen näher gebracht und das Tor zum doch recht sperrigen Werk Lou Reeds ein bisschen weiter geöffnet. Schönes Album!</p>
<p>5. <strong>dEUS – Keep You Close</strong>: Eine typische dEUS-Platte, gibt’s die? Man erkennt sie jedenfalls wieder, die belgische Band um Tom Barman, egal wie sie gerade klingen. Keep You Close klingt entspannter, melancholischer, dennoch rockiger, und auch etwas abwechslungsreicher als die (wirklich, wirklich gute) Vantage Point. Fans werden sie lieben, alle anderen sollten sie lieben lernen. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=nyDnekI6fJ8" target="_blank">Zum Beispiel wegen Ghosts</a>.</p>
<p><em>Weitere Empfehlungen:</em> <strong>Cavalera Conspiracy – Blunt Force Trauma</strong> (der Titel ist Programm, Brutalo-Thrash at it’s best), <strong>J Mascis – Several Shades Of Why</strong> (sehr schönes Akustik-Album, das sich aber nicht mit den großen Dinosaur Jr messen kann – und das auch nicht will), <strong>Eddie Vedder – Ukulele Songs</strong> (schön – nicht mehr und nicht weniger; ein vertretbarer Füller bis zur nächsten Pearl Jam-Platte), <strong>Red Hot Chili Peppers – I’m With You</strong> (teilweise eigenwillige, aber mehr als passable Neuausrichtung des zuletzt eher faden Peppers-Sound; ausführlicher habe ich Band und Platte <a title="Smells Like Latino Spirit" href="http://www.madication.eu/daily/2011/08/28/smells-like-latino-spirit/" target="_blank">hier besprochen</a>), <strong>R.E.M. – Collapse Into Now</strong> (ein würdiges Abschiedsalbum dieser Ausnahmeband – möge das Kreuz der Reunion an ihr vorübergehen und uns Michael Stipe noch mit einigen Solo-Alben erfreuen; und hier geht&#8217;s zu meiner <a href="http://mad.madication.eu/2011/03/27/collapse-into-now-von-rem/" target="_blank">Kurz-Rezension</a> aus dem Frühjahr), <strong>Primus – Green Naughahyde</strong> (Primus bleiben sie selbst: Ausnahmeband, Ausnahmesound, Ausnahmeplatte – macht irrsinnigen Spaß, diese besondere Musik zu hören; check out <a href="http://www.youtube.com/watch?v=kQv8zNQX578" target="_blank">their new video</a>!), <strong>Pearl Jam – Vs./Vitalogy</strong> (sehr schöne Neuauflagen dieser Pflichtalben – Vs. ist und bleibt wohl ihr allerbestes Stück), <strong>Smashing Pumpkins – Gish/Siamese Dream</strong> (siehe Pearl Jam: alter Wein in neuen Schläuchen, und das ist gut so!),<strong> The Bridge School Concerts – 25th Anniversary Edition</strong> (toller Doppel-CD-Sampler mit Live-Aufnahmen von Künstlern wie Bruce Springsteen, Dave Matthews Band, Neil Young, Sonic Youth, Pearl Jam <span style="color: #ff6600"><strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=h5RrcruaK6Q" target="_blank"><span style="color: #ff6600">[WAHNSINNS-Version von Better Man aus 2010!]</span></a></strong></span>, Metallica, Norah Jones und The Who; einzig Thom Yorke spielt Partykiller mit einer wirklich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=7fAz54YWw6I" target="_blank">entsetzlich grauenhaften Interpretation von Neil Youngs After The Gold Rush aus 2002</a>).</p>
<p><strong><br />
FILME</strong></p>
<p>Ich bin kein riesiger Film-Fan. Es gibt einige Kult-Filme, die auch ich mir ein zweites oder drittes Mal ansehe, und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=kXjcf47y-zk" target="_blank">True Romance</a> darf man sich auch 15+-mal reinziehen, aber eine ernsthafte DVD-Sammlung anzulegen würde mir kein Vergnügen bereiten. Deshalb nur drei Filme aus 2011, die ich guten Gewissens empfehlen möchte</p>
<p>1. <strong>Planet der Affen (Prevolution)</strong> – Toller Neustart dieser Science-Fiction-Serie, der v.a. Kennern der alten Filme aufgrund bereits vorhandener Hinweise auf nachfolgende Ereignisse verzücke Grinser ins Gesicht zu zaubern vermag. Aber allein John Lithgow in der Rolle eines Alzheimer-Kranken wäre zwei, drei Kinobesuche wert – berührend!</p>
<p>2. <strong>Wer ist Hanna?</strong> – Hab ich im Kino verpasst, vor einigen Tagen jedoch auf DVD genossen: Rasanter, unterhaltsamer und zum Nachdenken anregender Verfolgungs-Action-Thriller um einen ausgestiegenen Geheimagenten und dessen Tochter, die aufgrund einer erst gegen Ende klar werdenden Besonderheit gejagt wird. Eine Besonderheit stellt auch der herausragende Soundtrack dar, der durchgehend aus den Mischpult-Knöpfchen der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=hT4mpQAHDBc" target="_blank">Chemical Brothers</a> gezaubert wurde. Top-Besetzung mit Eric Bana, Cate Blanchett und der Jung-Schauspielerin Saoirse Ronan.</p>
<p>3. <strong>Pearl Jam 20</strong> – Regisseur Cameron Crowe hat sich durch zwei Jahrzehnte Archivmaterial gearbeitet und aktuelle Interviews mit den Band-Mitgliedern sowie Wegbegleitern und Bewunderern geführt. Ich gebe zu, den Film seit meinem Geburtstag herumliegen und noch keine Zeit ihn zu sehen gefunden zu haben. Aber Pearl Jam bekommen bei mir sowieso immer die volle Punktezahl. Ungeschaut <img src='http://www.madication.eu/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong><br />
BÜCHER</strong></p>
<p>2011 war kein wirkliches Lesejahr für mich. Natürlich sind gerade Tätigkeiten im Journalismus (bis Juni) und in der PR (seit Juli) wahnsinnig leseintensiv – aber privat ging sich in den vergangenen 50 Wochen leider viel zu wenig Lesevergnügen aus. Dennoch ein paar Empfehlungen auf Basis der Lektüren, die ich – in erster Linie während des Urlaubs – geschafft habe:</p>
<p>1. <strong>Bret Easton Ellis – Lunar Park</strong>: Irgendwann in der Wühlkiste um drei, vier Euro abgestaubt, lag das Buch wohl schon wieder drei Jahre im Regal. Auf Zakynthos hatte ich den 500-Seiten-Schmöker dann in drei Tagen durch: Wahnsinn! Spannung und Witz en masse! Der Autor berichtet über sein (fiktives) Leben im Drogenrausch, aus dem er in den Versuch eines Familienlebens flüchtet – um schließlich in den eigenen vier Wänden gemeinsam mit seiner Familie gegen Monster zu kämpfen. Atemberaubend! Pflichtbuch für UnterhaltungsleserInnen!</p>
<p>2. <strong>Doris Knecht – Gruber geht</strong>: War ein Geburtstagsgeschenk, habe mir nicht viel erwartet – und sehr viel Lesevergnügen bekommen. Ein Buch über Krankheit und Liebe, das den Sinn des Lebens reflektiert, ans Herz und unter die Haut geht. Der bekannte Knecht-Kolumnen-Stil in eine neue Form gebracht: schönes Buch.</p>
<p>3. <strong>Franz Kabelka – Jemand anders</strong>: Über die schreiberischen Qualitäten meines Lieblings-Krimiautors Franz Kabelka habe ich mich früher bereits ausgelassen, <a href="http://www.madication.eu/daily/2011/10/07/franz-kabelka-jemand-anders/" target="_blank">eine Rezension</a> dieses unterhaltsam-untypischen Ermittler-Romans gab es im Oktober. Bleibt somit auf eurer Weihnachtsliste <img src='http://www.madication.eu/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>4. <strong>David Kirkpatrick – Der Facebook-Effekt</strong>: Die Entstehungsgeschichte des bekanntesten und größten Social Networks (bis Frühjahr 2011), basierend auf Original-Interviews mit Mark Zuckerberg, dessen KollegInnen und vielen weiteren ExpertInnen – sei es von Google, Microsoft, Apple etc. Ein Buch, mit dem ich eine gewisse Facebook-Skepsis überwunden habe – und das zugleich mein bisher schon ausgeprägt hohes Bewusstsein der mit sozialen Netzwerken verbundenen Gefahren weiter geschärft hat. Liest sich teilweise wie ein Roman und stellt auch eine sehr gute Ergänzung zum „Facebook-Film“ The Social Network dar.</p>
<p>5. <strong>Daniel Domscheit-Berg – Inside Wikileaks</strong>: Hat mich eigentlich wenig interessiert, aber wenn man es schon als Rezensionsexemplar bekommt… Ein aufschlussreicher Einblick in die Gründungsgeschichte der Aufdecker-Plattform Wikleaks, bei dem leider durchgehend unklar bleibt, wie viel man überhaupt glauben darf. Domscheit-Berg hat sich ja v.a. als Wikileaks-Aussteiger und öffentlicher Streithansel einen Namen gemacht. Hier liefert er den Plot, den Tina Klopp, Redakteurin der Zeit Online, in eine ganz gut lesbare Form gebracht hat. Ein Beinahe-Ghostwriting, da ihr Name auf dem Buchumschlag vollkommen unterschlagen wurde. Der Aussteigerbericht macht Julian Assange, der mir bis dahin als Person relativ wurscht war, einigermaßen interessant, und Domscheit-Berg hatte damit seine 15 Minuten Ruhm.</p>
<p>Sodann: Frohen Weihnachtsrummel – Feedback wie immer willkommen!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>(mad) vs. Apple</title>
		<link>http://www.madication.eu/blog/2011/11/24/mad-vs-apple/</link>
		<comments>http://www.madication.eu/blog/2011/11/24/mad-vs-apple/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 22:28:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ich]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Oida]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein aktueller E-Mail-Verkehr mit dem iTunes-Support der Über-Firma Apple. Alle kursiven Anmerkungen in Klammer stammen von mir. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. (mad), am 13.11.2011 / 17:41 Uhr Sehr geehrte Damen und Herren! Zu einem Abo der Zeitschrift „Nido“ (Gruner &#38; Jahr) habe ich als Abo-Geschenkt (oje, Tippfehler!) schon vor einiger Zeit einen iTunes-Gutschein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mein aktueller E-Mail-Verkehr mit dem iTunes-Support der Über-Firma Apple. Alle kursiven Anmerkungen in Klammer stammen von mir. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.</em></p>
<ul>
<li><span style="text-decoration: underline">(mad), am 13.11.2011 / 17:41 Uhr</span></li>
</ul>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren!</p>
<p>Zu einem Abo der Zeitschrift „Nido“ (Gruner &amp; Jahr) habe ich als Abo-Geschenkt (<em>oje, Tippfehler!</em>) schon vor einiger Zeit einen iTunes-Gutschein erhalten. Diesen wollte ich nun endlich einlösen, doch leider erhalte ich die Nachricht, dass ein in Deutschland gekaufter iTunes-Gutschein nicht im österreichischen Store einlösbar ist. Einerseits erschreckt mich dieser Umstand, da Apple stets mit Anwenderfreundlichkeit und hohe (<em>Aller guten Dinge sind zwei…</em>) Flexibilität wirbt; andererseits frage ich mich nun, wie ich die 10 Euro, die der Gutschein wert sind (<em>…und bei drei wird’s peinlich…!</em>), nun zurück bekommen kann? Wäre eine Gutschrift auf mein iTunes-Konto möglich? Gerne lasse ich Ihnen den Gutschein-Code zukommen und freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme!</p>
<p>MfG,</p>
<p>Bernhard Madlener<br />
(Wien)<br />
<span id="more-41644"></span></p>
<ul>
<li><span style="text-decoration: underline">Das Apfel-Universum, am 14.11.2011 / 11:55 Uhr</span></li>
</ul>
<p>Sehr geehrter Herr Madlener,</p>
<p>vielen Dank, dass Sie den iTunes Store Support kontaktiert haben.</p>
<p>Mein Name ist Th. Sch. (<em>Name zensiert, eh logisch – mehr dazu weiter unten</em>). Ich habe mich Ihrem Fall angenommen. Sie können mich jederzeit erneut kontaktieren, ich stehe Ihnen bei Ihrem Anliegen gerne zur Seite. Antworten Sie dazu einfach auf diese Email.</p>
<p>iTunes Geschenkkarten (<em>Fehlt da ein Bindestrich?</em>) können nur im iTunes Store des Landes eingelöst werden, das auf der Kartenrückseite abgedruckt ist. (<em>Das aber bitte nur nicht zu groß drauf schreiben, könnte ja einer lesen!</em>)</p>
<p>Ich entschuldige mich für alle Unannehmlichkeiten, die möglicherweise hierdurch entstehen (<em>no comment</em>).</p>
<p>iTunes-Geschenkkarten (<em>Ach, da ist er ja, der Strich…</em>), die nicht im Apple Online Store gekauft wurden, können vom iTunes Kundendienst nicht erstattet werden. Vielleicht können Sie aber vom Verkäufer eine Erstattung bekommen. (<em>Blöd, dass es nur einen Schenker gibt…</em>)</p>
<p>Wenn die iTuneskarte (<em>…und ward nicht mehr gesehen!?</em>) ein Geschenk war (<em>Oh, man geht drauf ein!</em>), können Sie den Schenkenden bitten, eine iTunes-Geschenkkarte (<em>der Binder lebt!</em>) im Apple Online Store Ihres Landes zu kaufen (<em>Den Tipp werde ich an Gruner &amp; Jahr weitergeben, vielen Dank!</em>):</p>
<p>Österreich:</p>
<p>http://store.apple.com/at/browse/campaigns/cross_border</p>
<p>Vielen Dank für Ihr Verständnis (<em>mein WAS???</em>) und Ihre Geduld.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen,</p>
<p>Th. Sch.<br />
iTunes Store/Mac App Store Customer Support<br />
Apple Operations Europe</p>
<ul>
<li><span style="text-decoration: underline">(mad), am 16.11.2011 / 22:06 Uhr</span></li>
</ul>
<p>Lieber Hr. Sch.!</p>
<p>Vielen Dank für Ihre Antwort. Darf ich die so in mein Blog üernehmen (<em>ups</em>)? Erleichtert sicher einigen Leuten genauso wie mir den Wechsel zu Android und den relativ problemlos und ohne Unverschämtheiten (nicht Ihrerseits, aber aus dem Apple-Thinktank) funktionierenden Google-Diensten.</p>
<p>Beste Grüße,</p>
<p>Bernhard Madlener</p>
<ul>
<li><span style="text-decoration: underline">Die Apfelartigen, am 19.11.2011 / 18:28 Uhr</span></li>
</ul>
<p>Sehr geehrter Herr Madlener,</p>
<p>mein Name ist D. und ich danke Ihnen, dass Sie sich mit iTunes Store Support in Kontakt gesetzt haben (<em>You’re welcome, D.!</em>). Es ist mir eine Freude Ihnen bei der Behebung Ihres Problems helfen zu können, da heute Th. nicht da ist (<em>Surft wahrscheinlich grad im Android-Market rum, der Kollege&#8230;</em>).</p>
<p>Wir freuen uns zu hören, dass nun alles zu Ihrer Zufriedenheit ist (<em>ICH GLAUB, ES HACKT!!!</em>).</p>
<p>Bezüglich Ihrer Anfrage, ob es möglich wäre, die Antwort meines Kollegen in Ihr Blog einzubetten, habe ich weitere Unterstützung angefordert (<em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rhetorische_Frage" target="_blank">Schau mal da, lieber D.!</a></em>).</p>
<p>(<em>Wahrlich, wahrlich, ich sage euch:</em>) Sie werden eine E-Mail erhalten , sobald mehr Informationen erhältlich sind.</p>
<p>Vielen Dank für Ihre Geduld (<em>grrr!</em>).</p>
<p>Die Zufriedenheit unserer Kunden liegt Apple sehr am Herzen (<em>*schenkelklopf*</em>). Wir hoffen, dass Sie den iTunes Store auch weiterhin gern nutzen (<em>Im besten Fall noch ein letztes Mal, aber da kommst du mir nicht gerade entgegen!</em>).</p>
<p>Ich wünsche Ihnen noch einen schönen und erholsamen Tag (<em>Witzbold</em>).</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen,</p>
<p>D. B.<br />
iTunes Store Customer Support (<em>sic!</em>)</p>
<p>Weitere Info: Unsere Öffnungszeiten sind MO &#8211; SO von 8:00 &#8211; 20:00Uhr &#8211; In der Woche vom 14/11-20/11 sind meine freien Tage am 16 und 20 (<em>süß!</em>).</p>
<p>Ich bedanke mich für die Möglichkeit, Ihnen helfen zu dürfen (<em>grad verspielt…</em>). Sie werden unter Umständen eine E-Mail mit einem Fragebogen zu AppleCare erhalten (<em>Notiz an mich: Spam-Filter anpassen!</em>). Apple freut sich über Ihre Kommentare und Vorschläge (<em>Wartet mal ganz kurz, bitte&#8230;</em>).</p>
<ul>
<li><span style="text-decoration: underline">Die Apfeline, am 23.11.2011 / 9:38 Uhr</span></li>
</ul>
<p>Sehr geehrter Herr Madlener,</p>
<p>mein Name ist K. R. und ich bin Spezialist (<em>laut Vorname eher eine -in</em>) im iTunes Store. Ihre Anfrage wurde an mich weitergeleitet und ich werde Ihr(<em>e</em>) persönlicher Ansprechpartner(<em>in</em>) sein.</p>
<p>Ich möchte Ihnen gerne mitteilen (<em>Tun Sie nur, tun Sie!</em>), dass Sie Antworten von uns gerne in Ihren Blog stellen können (<em>DANKE!</em>) jedoch hierbei beachten sollten, Namen unserer Mitarbeiter aus der email rauszunehmen (<em>ja, so ungefähr…</em>). Danach sollte es kein Problem sein emails in den Blog zu stellen (<em>Lass ma uns einfach überraschen, ok?</em>).</p>
<p>Ich hoffe ich konnte Ihnen hiermit helfen (<em>Die Hoffnung stirbt zuletzt!</em>). Sollten Sie weitere Fragen haben können Sie mich gerne jederzeit kontaktieren (<em>Ich bin unsicher…</em>).</p>
<p>Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Tag.</p>
<p>Mit freundlichen Gruessen</p>
<p>K. R.<br />
iTunes Senior Advisor</p>
<p>iTunes Store/Mac App Store Kundenservice<br />
Apple Operations Europe</p>
<p>Sie werden unter Umständen eine E-Mail mit einem Fragebogen zu AppleCare erhalten. Apple freut sich über Ihre Kommentare und Vorschläge. (<em>jaja,</em> s<em>. oben!</em>)</p>
<ul>
<li><span style="text-decoration: underline">(mad), am 23.11.2011 / 23:32 Uhr</span></li>
</ul>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren!</p>
<p>Mit der Bitte um Kenntnisnahme: <em><a href="http://www.madication.eu/daily/2011/11/24/mad-vs-apple/" target="_blank">*klick*</a></em></p>
<p>Vielen Dank für den tollen Apple-Support – ein Traum!</p>
<p>Herzlichst,</p>
<p>Bernhard Madlener</p>
<p>(Gesendet von meinem Android-Handy mit wechselbarem Akku, Flash und Drag &amp; Drop!)</p>
<p><strong>Ach ja, liebe BesitzerInnen eines deutschen iTunes-Kontos – first come, first serve:</strong></p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 10px" src="http://www.madication.eu/wp-content/uploads/itunes2" alt="" width="189" height="121" /></p>
<p>Aber bitte, bitte posten, was die 10 Euro an musikalischen Babys gebracht haben, ja?</p>
<p>Aktuelle Empfehlungen: Ja, Panik – DMD KIU LIDT, DevilDriver – Beast, Primus – Green Naugahyde</p>
<p>So. Und jetzt geht noch die Empfehlung an Gruner &amp; Jahr raus, künftig auf Handfesteres zu setzen.</p>
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		<title>Denkzeit</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 23:44:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Vorteil der Abkehr vom Journalismus: Man hat nicht immer das Gefühl, jetzt sofort und auf der Stelle zu jedem aktuellen Thema Stellung nehmen bzw. es bearbeiten zu müssen. Einfach mal die Klappe halten &#8211; und trotzdem eine begründete und reflektierte Meinung haben. Entspannend.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Vorteil der Abkehr vom Journalismus: Man hat nicht immer das Gefühl, jetzt sofort und auf der Stelle zu jedem aktuellen Thema Stellung nehmen bzw. es bearbeiten zu müssen. Einfach mal die Klappe halten &#8211; und trotzdem eine begründete und reflektierte Meinung haben. Entspannend.</p>
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