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	<title>(mad)</title>
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		<title>Alles wird eins</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 20:02:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine weitere Zusammenführung: Blog-Einträge wird es künftig unter der Hauptdomain www.madication.eu geben. Dort dafür auch die gesammelten Online-Weisheiten der letzten beiden Jahre. Seht euch! ;-)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine <a href="http://mad.madication.eu/" target="_blank">weitere</a> Zusammenführung: Blog-Einträge wird es künftig unter der Hauptdomain <a href="http://www.madication.eu" target="_blank">www.madication.eu</a> geben. Dort dafür auch die gesammelten Online-Weisheiten der letzten beiden Jahre. Seht euch! <img src='http://www.madication.eu/daily/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p class="wp-flattr-button"> <style>.wp-flattr-button iframe{vertical-align:text-bottom}</style></p> <p><a href="http://www.madication.eu/daily/?flattrss_redirect&amp;id=45450&amp;md5=ac036531a4e5b208eb2a22347387126e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.madication.eu/daily/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Jahresabrechnung</title>
		<link>http://www.madication.eu/daily/2011/12/17/jahresabrechnung/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 16:52:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ich]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Habt ihr eure Weihnachtseinkäufe auch noch (größtenteils) vor euch? Ich bin ja immer froh um gute Tipps aus dem Bereich der schönen Künste. Hier sind meine 2011er Favoriten, vulgo Jahres-Hitparade:

Platten

1. Ja, Panik – DMD KIU LIDT: Nachdem sich die ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Habt ihr eure Weihnachtseinkäufe auch noch (größtenteils) vor euch? Ich bin ja immer froh um gute Tipps aus dem Bereich der schönen Künste. Hier sind meine 2011er Favoriten, vulgo Jahres-Hitparade:</p>
<p><strong>Platten</strong></p>
<p>1. <strong>Ja, Panik – DMD KIU LIDT</strong>: Nachdem sich die Kritiken zu dieser Platte derart einig und vor Lob überstürzt zeigten, wagte ich den ersten kostenpflichtigen Download meines Lebens. Wenige Tage später kaufte ich das Album nach (Doppel-Vinyl in toller Aufmachung plus CD gibt&#8217;s zum Mega-Sparpreis). Beschreiben lässt sich das, was die Jungs machen, nur schwer. Der Sound schwirrt irgendwo zwischen Rock, Pop, Jazz und Blues herum, die Texte wechseln zwischen Deutsch und Englisch. Durchaus schräg, aber wahnsinnig eingängig und mit Tiefgang. Am besten selbst reinhören und begeistern lassen! Anspieltipps: <a title="YouTube" href="http://www.youtube.com/watch?v=4o8fXW2vhGY" target="_blank">Nevermind</a>, Mr. Jones &amp; Norma Desmond, Run For The Ones That Say I Love You, Trouble und natürlich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=rt5wQd15qXQ" target="_blank">DMD KIU LIDT</a></p>
<p><span id="more-43320"></span>2. <strong>DevilDriver – Beast</strong>: Live ist diese Band eine Naturgewalt, und auf Platte halten die fünf Jungs das stets ganz gut fest. Beast bietet melodiöse, harte, ziemlich groovige Rock-Musik irgendwo zwischen klassischem Death-/Thrash-Metal und modernem Hardcore mit einzelnen New-Metal-Einsprengseln. Wer die Vorgänger-Alben mochte, sollte mit dem jüngsten Output mehr als zufrieden sein, und wird zumindest von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=NlRtG9ls3Ig" target="_blank">Black Soul Choir</a>, einem Cover der Band 16 Horsepower, ziemlich überrascht und schwer beeindruckt sein. Die Deluxe-Ausgabe bietet ein paar zusätzliche Song und eine Tour-Dokumentation sowie eine Reihe sehenswerter Videoclips: Obwohl ich viele Bonus-DVDs mit gutem Gewissen nicht einmal mehr in den Player einlege, war ich diesmal neugierig – und habe das gute Stück mit Begeisterung und extrem gut unterhalten von Anfang bis Ende durchgestanden. Anspieltipps: z.B. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=sKnyu6kJiuE" target="_blank">Shitlist</a>, Hardened, Coldblooded. Up the Devils!!!</p>
<p>3. <strong>Machine Head – Unto The Locust</strong>: Diese Band hatte ich ab ca. 2001 abgeschrieben, als sie sich mit Supercharger – das bei weitem keine schlechte Platte war – zu stark an die New-Metal-Szene angebiedert hatten. Mir fehlte ab diesem Zeitpunkt die gefühlte Ehrlichkeit (und Erdigkeit), das den Machine-Head-Sound bis dahin ausgezeichnet hatte. Den Nachfolger habe ich dann ignoriert, was sich im Nachhinein als Fehler heraus stellte: Es war nicht nur ein Back to the Roots, das die Band mit Through The Ashes Of Empires hingelegt hatte, es war sogar ein deutlicher Schritt zurück hinter den modernen Metal, mit dem sie ab Mitte der 90er bekannt geworden waren. The Blackening stellte dann 2006 den bisherigen Höhepunkt dar, hinter den auch das aktuelle Album nicht mehr zurück fällt. Im Gegenteil: Alles, was bei The Blackening gut war, kommt hier noch besser rüber, melodischer und etwas mehr auf den Punkt gebracht. Ob sich der mitgelieferte „Making of“-Film anzuschauen lohnt, wird sich noch zeigen – irgendwann. Die drei Bonus-Tracks der Deluxe-CD-Version runden die mit sieben Tracks (nicht jedoch bezüglich der Spielzeit) recht kurz ausgefallenen Scheibe ganz wunderbar ab. Die Acoustic-Version von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=NcHEjfGt-5Y" target="_blank">Darkness Within</a> sollte alle Zweifler dieser Band überzeugen.</p>
<p>4. <strong>Metallica &amp; Lou Reed – Lulu</strong>: Wer dieser Platte Melodie und Eingängigkeit abspricht, hat sie nicht gehört, mag Metallica und/oder Lou Reed sowieso nicht oder gleich beides. Der Einstieg mit Brandenburg Gate ist ein passabler, nicht untypischer Reed-Moment, der eben statt bluesrockigen mit metalesken Gitarren unterlegt ist, und bei dem auch Metallica-Sänger James Hetfield die Stimme erheben darf. Zugegeben, die erste Single The View ist verhältnismäßig starker Tobak, und das darauf folgende Pumping Blood braucht seine Zeit, um zu zünden. Aber wir haben es hier auch nicht mit einem normalen Rockprojekt zu tun, sondern mit einer Konzeptplatte, nämlich der Vertonung des titelgebenden Dramas von Frank Wedekind. Die Handlung, wenn man sie nicht schon kennt, wird man aus Reeds Texten vielleicht nicht unbedingt zur Gänze nachvollziehen können, aber Lyrics in der Rockmusik sind ohnehin überbewertet. Der Speed-Metal in Mistress Dread gefällt, und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8pXFRgxThkY" target="_blank">Iced Honey ist einfach nur ein Hammer-Song</a>, den Metallica, wenn sie Reeds Stimme durch ein Paar Gitarren- und Bass-Soli ersetzt hätten, auch gut als Instrumental auf eines ihrer regulären Alben hätten packen können. Cheat On Me zeichnet sich durch eine besondere, ruhige Stimmung aus, und es dauert einige Zeit, bis Reeds junge Begleiter sich Rock’n’Roll-mäßig beteiligen dürfen – bei einem elfeinhalbminütigen Stück argumentierbar.<br />
<em>(Halbzeit.)</em><br />
Der zweite Teil von Lulu ist übrigens erst der wirklich experimentelle, bei dem Lou Reed das Werkl noch mehr an sich zieht. Frustration zeichnet sich trotz coolem Riff durch eine gewisse Monotonie aus, und mit Little Dog folgt dann sozusagen der Ruhepol des Albums. Dragon baut sich, noch einmal die Elf-Minuten-Grenze sprengend, zu einem richtigen Rock-Monster auf, bevor das fast 20 Minuten dauernde (jedoch ein wirklich langes Outro beinhaltende) <a href="http://www.youtube.com/watch?v=zVRasQeqnNM" target="_blank">Junior Dad</a> maßgeblich zum Gelingen des Lulu-Konzepts beiträgt: Mit dieser Songstruktur hätte Junior Dad auch in Metallicas Re-/Load-Phase gepasst – also Gegenstück zur Kollaboration mit Marianne Faithfull (The Memory Remains). Wer dieser Platte Melodie und Eingängigkeit abspricht, hat sie nicht gehört, mag Metallica und/oder Lou Reed sowieso nicht oder gleich beides. Mich hat Lulu dieser eigenwilligen Band Metallica noch ein Stückchen näher gebracht und das Tor zum doch recht sperrigen Werk Lou Reeds ein bisschen weiter geöffnet. Schönes Album!</p>
<p>5. <strong>dEUS – Keep You Close</strong>: Eine typische dEUS-Platte, gibt’s die? Man erkennt sie jedenfalls wieder, die belgische Band um Tom Barman, egal wie sie gerade klingen. Keep You Close klingt entspannter, melancholischer, dennoch rockiger, und auch etwas abwechslungsreicher als die (wirklich, wirklich gute) Vantage Point. Fans werden sie lieben, alle anderen sollten sie lieben lernen. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=nyDnekI6fJ8" target="_blank">Zum Beispiel wegen Ghosts</a>.</p>
<p><em>Weitere Empfehlungen:</em> <strong>Cavalera Conspiracy – Blunt Force Trauma</strong> (der Titel ist Programm, Brutalo-Thrash at it’s best), <strong>J Mascis – Several Shades Of Why</strong> (sehr schönes Akustik-Album, das sich aber nicht mit den großen Dinosaur Jr messen kann – und das auch nicht will), <strong>Eddie Vedder – Ukulele Songs</strong> (schön – nicht mehr und nicht weniger; ein vertretbarer Füller bis zur nächsten Pearl Jam-Platte), <strong>Red Hot Chili Peppers – I’m With You</strong> (teilweise eigenwillige, aber mehr als passable Neuausrichtung des zuletzt eher faden Peppers-Sound; ausführlicher habe ich Band und Platte <a title="Smells Like Latino Spirit" href="http://www.madication.eu/daily/2011/08/28/smells-like-latino-spirit/" target="_blank">hier besprochen</a>), <strong>R.E.M. – Collapse Into Now</strong> (ein würdiges Abschiedsalbum dieser Ausnahmeband – möge das Kreuz der Reunion an ihr vorübergehen und uns Michael Stipe noch mit einigen Solo-Alben erfreuen; und hier geht&#8217;s zu meiner <a href="http://mad.madication.eu/2011/03/27/collapse-into-now-von-rem/" target="_blank">Kurz-Rezension</a> aus dem Frühjahr), <strong>Primus – Green Naughahyde</strong> (Primus bleiben sie selbst: Ausnahmeband, Ausnahmesound, Ausnahmeplatte – macht irrsinnigen Spaß, diese besondere Musik zu hören; check out <a href="http://www.youtube.com/watch?v=kQv8zNQX578" target="_blank">their new video</a>!), <strong>Pearl Jam – Vs./Vitalogy</strong> (sehr schöne Neuauflagen dieser Pflichtalben – Vs. ist und bleibt wohl ihr allerbestes Stück), <strong>Smashing Pumpkins – Gish/Siamese Dream</strong> (siehe Pearl Jam: alter Wein in neuen Schläuchen, und das ist gut so!),<strong> The Bridge School Concerts – 25th Anniversary Edition</strong> (toller Doppel-CD-Sampler mit Live-Aufnahmen von Künstlern wie Bruce Springsteen, Dave Matthews Band, Neil Young, Sonic Youth, Pearl Jam <span style="color: #ff6600;"><strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=h5RrcruaK6Q" target="_blank"><span style="color: #ff6600;">[WAHNSINNS-Version von Better Man aus 2010!]</span></a></strong></span>, Metallica, Norah Jones und The Who; einzig Thom Yorke spielt Partykiller mit einer wirklich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=7fAz54YWw6I" target="_blank">entsetzlich grauenhaften Interpretation von Neil Youngs After The Gold Rush aus 2002</a>).</p>
<p><strong><br />
FILME</strong></p>
<p>Ich bin kein riesiger Film-Fan. Es gibt einige Kult-Filme, die auch ich mir ein zweites oder drittes Mal ansehe, und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=kXjcf47y-zk" target="_blank">True Romance</a> darf man sich auch 15+-mal reinziehen, aber eine ernsthafte DVD-Sammlung anzulegen würde mir kein Vergnügen bereiten. Deshalb nur drei Filme aus 2011, die ich guten Gewissens empfehlen möchte</p>
<p>1. <strong>Planet der Affen (Prevolution)</strong> – Toller Neustart dieser Science-Fiction-Serie, der v.a. Kennern der alten Filme aufgrund bereits vorhandener Hinweise auf nachfolgende Ereignisse verzücke Grinser ins Gesicht zu zaubern vermag. Aber allein John Lithgow in der Rolle eines Alzheimer-Kranken wäre zwei, drei Kinobesuche wert – berührend!</p>
<p>2. <strong>Wer ist Hanna?</strong> – Hab ich im Kino verpasst, vor einigen Tagen jedoch auf DVD genossen: Rasanter, unterhaltsamer und zum Nachdenken anregender Verfolgungs-Action-Thriller um einen ausgestiegenen Geheimagenten und dessen Tochter, die aufgrund einer erst gegen Ende klar werdenden Besonderheit gejagt wird. Eine Besonderheit stellt auch der herausragende Soundtrack dar, der durchgehend aus den Mischpult-Knöpfchen der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=hT4mpQAHDBc" target="_blank">Chemical Brothers</a> gezaubert wurde. Top-Besetzung mit Eric Bana, Cate Blanchett und der Jung-Schauspielerin Saoirse Ronan.</p>
<p>3. <strong>Pearl Jam 20</strong> – Regisseur Cameron Crowe hat sich durch zwei Jahrzehnte Archivmaterial gearbeitet und aktuelle Interviews mit den Band-Mitgliedern sowie Wegbegleitern und Bewunderern geführt. Ich gebe zu, den Film seit meinem Geburtstag herumliegen und noch keine Zeit ihn zu sehen gefunden zu haben. Aber Pearl Jam bekommen bei mir sowieso immer die volle Punktezahl. Ungeschaut <img src='http://www.madication.eu/daily/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong><br />
BÜCHER</strong></p>
<p>2011 war kein wirkliches Lesejahr für mich. Natürlich sind gerade Tätigkeiten im Journalismus (bis Juni) und in der PR (seit Juli) wahnsinnig leseintensiv – aber privat ging sich in den vergangenen 50 Wochen leider viel zu wenig Lesevergnügen aus. Dennoch ein paar Empfehlungen auf Basis der Lektüren, die ich – in erster Linie während des Urlaubs – geschafft habe:</p>
<p>1. <strong>Bret Easton Ellis – Lunar Park</strong>: Irgendwann in der Wühlkiste um drei, vier Euro abgestaubt, lag das Buch wohl schon wieder drei Jahre im Regal. Auf Zakynthos hatte ich den 500-Seiten-Schmöker dann in drei Tagen durch: Wahnsinn! Spannung und Witz en masse! Der Autor berichtet über sein (fiktives) Leben im Drogenrausch, aus dem er in den Versuch eines Familienlebens flüchtet – um schließlich in den eigenen vier Wänden gemeinsam mit seiner Familie gegen Monster zu kämpfen. Atemberaubend! Pflichtbuch für UnterhaltungsleserInnen!</p>
<p>2. <strong>Doris Knecht – Gruber geht</strong>: War ein Geburtstagsgeschenk, habe mir nicht viel erwartet – und sehr viel Lesevergnügen bekommen. Ein Buch über Krankheit und Liebe, das den Sinn des Lebens reflektiert, ans Herz und unter die Haut geht. Der bekannte Knecht-Kolumnen-Stil in eine neue Form gebracht: schönes Buch.</p>
<p>3. <strong>Franz Kabelka – Jemand anders</strong>: Über die schreiberischen Qualitäten meines Lieblings-Krimiautors Franz Kabelka habe ich mich früher bereits ausgelassen, <a href="http://www.madication.eu/daily/2011/10/07/franz-kabelka-jemand-anders/" target="_blank">eine Rezension</a> dieses unterhaltsam-untypischen Ermittler-Romans gab es im Oktober. Bleibt somit auf eurer Weihnachtsliste <img src='http://www.madication.eu/daily/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>4. <strong>David Kirkpatrick – Der Facebook-Effekt</strong>: Die Entstehungsgeschichte des bekanntesten und größten Social Networks (bis Frühjahr 2011), basierend auf Original-Interviews mit Mark Zuckerberg, dessen KollegInnen und vielen weiteren ExpertInnen – sei es von Google, Microsoft, Apple etc. Ein Buch, mit dem ich eine gewisse Facebook-Skepsis überwunden habe – und das zugleich mein bisher schon ausgeprägt hohes Bewusstsein der mit sozialen Netzwerken verbundenen Gefahren weiter geschärft hat. Liest sich teilweise wie ein Roman und stellt auch eine sehr gute Ergänzung zum „Facebook-Film“ The Social Network dar.</p>
<p>5. <strong>Daniel Domscheit-Berg – Inside Wikileaks</strong>: Hat mich eigentlich wenig interessiert, aber wenn man es schon als Rezensionsexemplar bekommt… Ein aufschlussreicher Einblick in die Gründungsgeschichte der Aufdecker-Plattform Wikleaks, bei dem leider durchgehend unklar bleibt, wie viel man überhaupt glauben darf. Domscheit-Berg hat sich ja v.a. als Wikileaks-Aussteiger und öffentlicher Streithansel einen Namen gemacht. Hier liefert er den Plot, den Tina Klopp, Redakteurin der Zeit Online, in eine ganz gut lesbare Form gebracht hat. Ein Beinahe-Ghostwriting, da ihr Name auf dem Buchumschlag vollkommen unterschlagen wurde. Der Aussteigerbericht macht Julian Assange, der mir bis dahin als Person relativ wurscht war, einigermaßen interessant, und Domscheit-Berg hatte damit seine 15 Minuten Ruhm.</p>
<p>Sodann: Frohen Weihnachtsrummel – Feedback wie immer willkommen!</p>
<p class="wp-flattr-button"> <style>.wp-flattr-button iframe{vertical-align:text-bottom}</style></p> <p><a href="http://www.madication.eu/daily/?flattrss_redirect&amp;id=43320&amp;md5=e705f72d9d0b988a7f6781e7a8749d9e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.madication.eu/daily/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>(mad) vs. Apple</title>
		<link>http://www.madication.eu/daily/2011/11/24/mad-vs-apple/</link>
		<comments>http://www.madication.eu/daily/2011/11/24/mad-vs-apple/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 22:28:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ich]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Oida]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein aktueller E-Mail-Verkehr mit dem iTunes-Support der Über-Firma Apple. Alle kursiven Anmerkungen in Klammer stammen von mir. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

	(mad), am 13.11.2011 / 17:41 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren!

Zu einem Abo der Zeitschrift „Nido“ (Gruner &#38; ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mein aktueller E-Mail-Verkehr mit dem iTunes-Support der Über-Firma Apple. Alle kursiven Anmerkungen in Klammer stammen von mir. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.</em></p>
<ul>
<li><span style="text-decoration: underline;">(mad), am 13.11.2011 / 17:41 Uhr</span></li>
</ul>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren!</p>
<p>Zu einem Abo der Zeitschrift „Nido“ (Gruner &amp; Jahr) habe ich als Abo-Geschenkt (<em>oje, Tippfehler!</em>) schon vor einiger Zeit einen iTunes-Gutschein erhalten. Diesen wollte ich nun endlich einlösen, doch leider erhalte ich die Nachricht, dass ein in Deutschland gekaufter iTunes-Gutschein nicht im österreichischen Store einlösbar ist. Einerseits erschreckt mich dieser Umstand, da Apple stets mit Anwenderfreundlichkeit und hohe (<em>Aller guten Dinge sind zwei…</em>) Flexibilität wirbt; andererseits frage ich mich nun, wie ich die 10 Euro, die der Gutschein wert sind (<em>…und bei drei wird’s peinlich…!</em>), nun zurück bekommen kann? Wäre eine Gutschrift auf mein iTunes-Konto möglich? Gerne lasse ich Ihnen den Gutschein-Code zukommen und freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme!</p>
<p>MfG,</p>
<p>Bernhard Madlener<br />
(Wien)<br />
<span id="more-41644"></span></p>
<ul>
<li><span style="text-decoration: underline;">Das Apfel-Universum, am 14.11.2011 / 11:55 Uhr</span></li>
</ul>
<p>Sehr geehrter Herr Madlener,</p>
<p>vielen Dank, dass Sie den iTunes Store Support kontaktiert haben.</p>
<p>Mein Name ist Th. Sch. (<em>Name zensiert, eh logisch – mehr dazu weiter unten</em>). Ich habe mich Ihrem Fall angenommen. Sie können mich jederzeit erneut kontaktieren, ich stehe Ihnen bei Ihrem Anliegen gerne zur Seite. Antworten Sie dazu einfach auf diese Email.</p>
<p>iTunes Geschenkkarten (<em>Fehlt da ein Bindestrich?</em>) können nur im iTunes Store des Landes eingelöst werden, das auf der Kartenrückseite abgedruckt ist. (<em>Das aber bitte nur nicht zu groß drauf schreiben, könnte ja einer lesen!</em>)</p>
<p>Ich entschuldige mich für alle Unannehmlichkeiten, die möglicherweise hierdurch entstehen (<em>no comment</em>).</p>
<p>iTunes-Geschenkkarten (<em>Ach, da ist er ja, der Strich…</em>), die nicht im Apple Online Store gekauft wurden, können vom iTunes Kundendienst nicht erstattet werden. Vielleicht können Sie aber vom Verkäufer eine Erstattung bekommen. (<em>Blöd, dass es nur einen Schenker gibt…</em>)</p>
<p>Wenn die iTuneskarte (<em>…und ward nicht mehr gesehen!?</em>) ein Geschenk war (<em>Oh, man geht drauf ein!</em>), können Sie den Schenkenden bitten, eine iTunes-Geschenkkarte (<em>der Binder lebt!</em>) im Apple Online Store Ihres Landes zu kaufen (<em>Den Tipp werde ich an Gruner &amp; Jahr weitergeben, vielen Dank!</em>):</p>
<p>Österreich:</p>
<p>http://store.apple.com/at/browse/campaigns/cross_border</p>
<p>Vielen Dank für Ihr Verständnis (<em>mein WAS???</em>) und Ihre Geduld.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen,</p>
<p>Th. Sch.<br />
iTunes Store/Mac App Store Customer Support<br />
Apple Operations Europe</p>
<ul>
<li><span style="text-decoration: underline;">(mad), am 16.11.2011 / 22:06 Uhr</span></li>
</ul>
<p>Lieber Hr. Sch.!</p>
<p>Vielen Dank für Ihre Antwort. Darf ich die so in mein Blog üernehmen (<em>ups</em>)? Erleichtert sicher einigen Leuten genauso wie mir den Wechsel zu Android und den relativ problemlos und ohne Unverschämtheiten (nicht Ihrerseits, aber aus dem Apple-Thinktank) funktionierenden Google-Diensten.</p>
<p>Beste Grüße,</p>
<p>Bernhard Madlener</p>
<ul>
<li><span style="text-decoration: underline;">Die Apfelartigen, am 19.11.2011 / 18:28 Uhr</span></li>
</ul>
<p>Sehr geehrter Herr Madlener,</p>
<p>mein Name ist D. und ich danke Ihnen, dass Sie sich mit iTunes Store Support in Kontakt gesetzt haben (<em>You’re welcome, D.!</em>). Es ist mir eine Freude Ihnen bei der Behebung Ihres Problems helfen zu können, da heute Th. nicht da ist (<em>Surft wahrscheinlich grad im Android-Market rum, der Kollege&#8230;</em>).</p>
<p>Wir freuen uns zu hören, dass nun alles zu Ihrer Zufriedenheit ist (<em>ICH GLAUB, ES HACKT!!!</em>).</p>
<p>Bezüglich Ihrer Anfrage, ob es möglich wäre, die Antwort meines Kollegen in Ihr Blog einzubetten, habe ich weitere Unterstützung angefordert (<em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rhetorische_Frage" target="_blank">Schau mal da, lieber D.!</a></em>).</p>
<p>(<em>Wahrlich, wahrlich, ich sage euch:</em>) Sie werden eine E-Mail erhalten , sobald mehr Informationen erhältlich sind.</p>
<p>Vielen Dank für Ihre Geduld (<em>grrr!</em>).</p>
<p>Die Zufriedenheit unserer Kunden liegt Apple sehr am Herzen (<em>*schenkelklopf*</em>). Wir hoffen, dass Sie den iTunes Store auch weiterhin gern nutzen (<em>Im besten Fall noch ein letztes Mal, aber da kommst du mir nicht gerade entgegen!</em>).</p>
<p>Ich wünsche Ihnen noch einen schönen und erholsamen Tag (<em>Witzbold</em>).</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen,</p>
<p>D. B.<br />
iTunes Store Customer Support (<em>sic!</em>)</p>
<p>Weitere Info: Unsere Öffnungszeiten sind MO &#8211; SO von 8:00 &#8211; 20:00Uhr &#8211; In der Woche vom 14/11-20/11 sind meine freien Tage am 16 und 20 (<em>süß!</em>).</p>
<p>Ich bedanke mich für die Möglichkeit, Ihnen helfen zu dürfen (<em>grad verspielt…</em>). Sie werden unter Umständen eine E-Mail mit einem Fragebogen zu AppleCare erhalten (<em>Notiz an mich: Spam-Filter anpassen!</em>). Apple freut sich über Ihre Kommentare und Vorschläge (<em>Wartet mal ganz kurz, bitte&#8230;</em>).</p>
<ul>
<li><span style="text-decoration: underline;">Die Apfeline, am 23.11.2011 / 9:38 Uhr</span></li>
</ul>
<p>Sehr geehrter Herr Madlener,</p>
<p>mein Name ist K. R. und ich bin Spezialist (<em>laut Vorname eher eine -in</em>) im iTunes Store. Ihre Anfrage wurde an mich weitergeleitet und ich werde Ihr(<em>e</em>) persönlicher Ansprechpartner(<em>in</em>) sein.</p>
<p>Ich möchte Ihnen gerne mitteilen (<em>Tun Sie nur, tun Sie!</em>), dass Sie Antworten von uns gerne in Ihren Blog stellen können (<em>DANKE!</em>) jedoch hierbei beachten sollten, Namen unserer Mitarbeiter aus der email rauszunehmen (<em>ja, so ungefähr…</em>). Danach sollte es kein Problem sein emails in den Blog zu stellen (<em>Lass ma uns einfach überraschen, ok?</em>).</p>
<p>Ich hoffe ich konnte Ihnen hiermit helfen (<em>Die Hoffnung stirbt zuletzt!</em>). Sollten Sie weitere Fragen haben können Sie mich gerne jederzeit kontaktieren (<em>Ich bin unsicher…</em>).</p>
<p>Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Tag.</p>
<p>Mit freundlichen Gruessen</p>
<p>K. R.<br />
iTunes Senior Advisor</p>
<p>iTunes Store/Mac App Store Kundenservice<br />
Apple Operations Europe</p>
<p>Sie werden unter Umständen eine E-Mail mit einem Fragebogen zu AppleCare erhalten. Apple freut sich über Ihre Kommentare und Vorschläge. (<em>jaja,</em> s<em>. oben!</em>)</p>
<ul>
<li><span style="text-decoration: underline;">(mad), am 23.11.2011 / 23:32 Uhr</span></li>
</ul>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren!</p>
<p>Mit der Bitte um Kenntnisnahme: <em><a href="http://www.madication.eu/daily/2011/11/24/mad-vs-apple/" target="_blank">*klick*</a></em></p>
<p>Vielen Dank für den tollen Apple-Support – ein Traum!</p>
<p>Herzlichst,</p>
<p>Bernhard Madlener</p>
<p>(Gesendet von meinem Android-Handy mit wechselbarem Akku, Flash und Drag &amp; Drop!)</p>
<p><strong>Ach ja, liebe BesitzerInnen eines deutschen iTunes-Kontos – first come, first serve:</strong></p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 10px;" src="http://www.madication.eu/wp-content/uploads/itunes2" alt="" width="189" height="121" /></p>
<p>Aber bitte, bitte posten, was die 10 Euro an musikalischen Babys gebracht haben, ja?</p>
<p>Aktuelle Empfehlungen: Ja, Panik – DMD KIU LIDT, DevilDriver – Beast, Primus – Green Naugahyde</p>
<p>So. Und jetzt geht noch die Empfehlung an Gruner &amp; Jahr raus, künftig auf Handfesteres zu setzen.</p>
<p class="wp-flattr-button"> <style>.wp-flattr-button iframe{vertical-align:text-bottom}</style></p> <p><a href="http://www.madication.eu/daily/?flattrss_redirect&amp;id=41644&amp;md5=0884811070e4c80cbc6714be285652ab" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.madication.eu/daily/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Denkzeit</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 23:44:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Entspannung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Vorteil der Abkehr vom Journalismus: Man hat nicht immer das Gefühl, jetzt sofort und auf der Stelle zu jedem aktuellen Thema Stellung nehmen bzw. es bearbeiten zu müssen. Einfach mal die Klappe halten - und trotzdem eine begründete ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Vorteil der Abkehr vom Journalismus: Man hat nicht immer das Gefühl, jetzt sofort und auf der Stelle zu jedem aktuellen Thema Stellung nehmen bzw. es bearbeiten zu müssen. Einfach mal die Klappe halten &#8211; und trotzdem eine begründete und reflektierte Meinung haben. Entspannend.</p>
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		<title>Umkehr</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 17:47:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Sinnfrage]]></category>

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		<description><![CDATA[Über die Jahre ging es ihm so wie allen anderen, und er begann die wirklich wichtigen Dinge aus den Augen zu verlieren. Immerhin, dies wurde ihm dann und wann noch bewusst...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über die Jahre ging es ihm so wie allen anderen, und er begann die wirklich wichtigen Dinge aus den Augen zu verlieren. Immerhin, dies wurde ihm dann und wann noch bewusst&#8230;</p>
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		<title>Franz Kabelka: Jemand anders</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 18:20:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Das ist schon ein gelungener Kunstgriff: Nachdem Franz Kabelka seinen über drei Bücher lieb gewonnenen Chefinspektor Tone Hagen ins literarische Aus geschickt hat, führt er in seinem aktuellen Krimi gleich gar keinen Ermittler mehr ein. Weder Polizist noch Detektiv, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist schon ein gelungener Kunstgriff: Nachdem Franz Kabelka seinen über drei Bücher lieb gewonnenen Chefinspektor Tone Hagen ins literarische Aus geschickt hat, führt er in seinem aktuellen Krimi gleich gar keinen Ermittler mehr ein. Weder Polizist noch Detektiv, auch kein Pfarrer, keine Pensionistin, gelangweilte Hausfrau oder findige Jugendgruppe kümmert sich hier ernsthaft um die Aufklärung zweier nicht ganz alltäglicher Todesfälle.<br />
<span id="more-37947"></span>Einzig der seiner Kirche abtrünnig gewordene ehemalige Franziskanerpater Edgar hebt mehr als eine Augenbraue, als er von den Vorkommnissen in dem Fitnessstudio hört, das er seit einigen Jahren betreibt. Dazu muss aber erst einige Zeit vergehen, die er nach einer schweren Kopfverletzung im Krankenhaus verbracht hat. Gute drei Wochen fehlen ihm: Gedächtnislücke.</p>
<p>So muss sich Edgar noch einmal durch das allgemein bereits als unglücklicher Zufall Akzeptierte kämpfen; verbildlicht sich das schon einmal Erfahrene bzw. Miterlebte – und informiert sich per Überwachungskamera, über Erzählungen seines Teams und der wenig betrübten Hinterbliebenen der beiden Toten, Otto Bell und Johannes Reichert, über die Umstände ihres Ablebens: kurz nacheinander, in seinen vier Wänden. Dass auch Edgar selbst die beiden nicht wirklich mochte, ist ihm bewusst – nur weiß er nicht mehr, warum. Was also hat sich in diesen drei Wochen seines geistigen Verlustes abgespielt?</p>
<p>Mit Rückblenden aus unterschiedlichen Perspektiven und über verschiedenste mediale Kanäle führt der Autor seine Leser geschickt an die Lösung jener Fragen heran, die sie sich – genau wie die mäßig sympathische Hauptperson – immer dringender stellen. Im Verlauf des chronologischen Zickzack-Kurses geraten immer mehr Personen unter Tötungsverdacht, wobei sich der – man bedenke den fehlenden Ermittler! – stets nur im Versuch der Erinnerung Edgars an seinen Unfall und die Zeit danach auftut; nicht als aktive Vermutung, sondern mehr als ferner Gedankenblitz; als überbewusster Schleier der Wirklichkeit.</p>
<p>Eingebettet in zeitgeschichtliche Diskurse über das Verhältnis der römisch-katholischen Kirche zu den Nationalsozialisten, über den typisch österreichischen Umgang mit dem „braunen“ Erbe und eine neue, durchaus kirchenkritische Sicht auf die Missbrauchsfälle der jüngeren Vergangenheit, schafft es Franz Kabelka einmal mehr, einen modernen Krimi für Leute zu schreiben, die mit Krimis eigentlich wenig anfangen können. Ein Kunststück. Ein Lesegenuss. Eine Empfehlung!</p>
<p><em>Am 14. November 2011 liest der Autor ab 20.00 Uhr auf der<a href="http://www.guenther-zaeuner.at/krimibuehne.php" target="_blank"> Krimibühne im Lokal „Wien drei“</a> (1030 Wien, Marxergasse 7) aus dem besprochenen Buch. Telefonische Reservierung unter 01/710 31 59. Ich plane, dort auf meinen Geburtstag anzustoßen <img src='http://www.madication.eu/daily/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p><strong><a title="Zur Verlags-Website!" href="http://www.haymonverlag.at/page.cfm?vpath=buecher/buch&amp;titnr=694" target="_blank">Franz Kabelka: Jemand anders, Haymon 2011</a></strong></p>
<p><a href="http://franzkabelka.weebly.com/houmlrbeispiele.html" target="_blank"><em>Aktuelle Ö1-Lesung des Autors zum Download auf seiner Website</em></a><strong></strong></p>
<p><a href="http://franzkabelka.weebly.com/textproben.html" target="_blank"><em>Textprobe aus „Jemand anders“</em></a><strong><a title="Zur Verlags-Website!" href="http://www.haymonverlag.at/page.cfm?vpath=buecher/buch&amp;titnr=694" target="_blank"><br />
</a></strong></p>
<p><em><a title="(mad)" href="http://mad.madication.eu/2011/01/30/ich-moechte-euren-dialekt-nicht-versauen/" target="_blank">Mein Interview mit Franz Kabelka, geführt im Juli 2010: „Ich möchte euren Dialekt nicht versauen“<br />
</a></em></p>
<p><a title="(mad)" href="http://mad.madication.eu/2010/12/31/buecherschau-best-of-2010/#more-2041" target="_blank"><em>Kurz-Rezension der Tone-Hagen-Trilogie</em></a></p>
<p><a href="http://mad.madication.eu/2010/06/19/die-kleinere-suende-von-wolfgang-bergmann/" target="_blank"><em>&#8230;und ein weiterer Krimi, der die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche thematisiert: Wolfgang Bergmanns „Die kleinere Sünde“</em></a></p>
<p class="wp-flattr-button"> <style>.wp-flattr-button iframe{vertical-align:text-bottom}</style></p> <p><a href="http://www.madication.eu/daily/?flattrss_redirect&amp;id=37947&amp;md5=c41bf3dc9ed1f3ead44d199a45fbf95d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.madication.eu/daily/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zweite Klasse</title>
		<link>http://www.madication.eu/daily/2011/09/04/zweite-klasse/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 11:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Bekannter rang sich nach Jahren des Schmerzes dazu durch, eine dringend nötige Hüftoperation vornehmen zu lassen. Er hatte Angst, aber es war unumgänglich – ein Gelenk musste ausgetauscht werden. Als ihm eine mehrere Monate lange Wartefrist verordnet wurde, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Bekannter rang sich nach Jahren des Schmerzes dazu durch, eine dringend nötige Hüftoperation vornehmen zu lassen. Er hatte Angst, aber es war unumgänglich – ein Gelenk musste ausgetauscht werden. Als ihm eine mehrere Monate lange Wartefrist verordnet wurde, saß die Enttäuschung tief; aber es war halt doch auch ein bisschen die eigene Schuld, bis zu diesem Stadium der physischen Belastung gewartet zu haben. Dann ein Lichtblick: Ein Arzt meinte, bereits innerhalb weniger Tage einen Operationstermin ermöglichen zu können. Allerdings müssten dafür einige tausend Euro extra locker gemacht werden, Rechnung gebe es dafür keine. Der Deal kam nicht zustande: Mein Bekannter war finanziell nur durchschnittlich gesegnet. So hieß es abwarten bis zum Zeitpunkt X – an dem schließlich im Großen und Ganzen alles gut ging.<br />
<span id="more-35454"></span>Immer wieder hört man von solchen Fällen, die man – würde nicht dann und wann im engeren Umfeld ähnliches erzählt – wohl gerne als Unmöglichkeit abtun würde. In einem Land, das so reich ist, in dem es doch allen so gut geht; in dem auch arme Menschen zumindest nicht ver(!)hungern.</p>
<p>Wir befinden uns, ausgelöst durch eine <a href="http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110824_OTS0006/konsument-test-op-wartezeiten-privatpatient-bevorzugt" target="_blank">aktuelle Studie</a> des Vereins für Konsumenteninformation (die man vollständig wohl nur als Abonnent der Zeitschrift „Konsument“ zu lesen bekommt), mitten ein einer Debatte über die österreichische „Zwei-Klassen-Medizin“: Patienten, die eine private Krankenversicherung eingezahlt haben, werden bei Operationsterminen bevorzugt behandelt; dazu kommt der oben genannte Zustand. Und wenn man mit Medizinern redet, hört man immer wieder seltsame Geschichten von Patienten (vor allem aus dem Ausland), die auf eigene Rechnung plötzlich für eine Organtransplantation auftauchen, ohne dass sie bisher auf irgendeiner Warteliste zu finden gewesen wären.</p>
<p>Eigentlich debattiert aber wieder einmal nur das Volk, berichten halt einige Medien; und eigentlich hörte man als politischen Aufschrei nicht mehr, als dass der zuständige Minister diese längst bekannten Zustände im Gesundheitssystem endlich einmal <a href="http://oe1.orf.at/artikel/284482" target="_blank">als „Sauerei“ bezeichnet</a> habe. Die Politik befindet sich nämlich eigentlich in Sommerpause; einzig der Kanzler rang sich zu (mindestens) <a href="http://yfrog.com/mn6v6nj " target="_blank">einem Inserat</a> in einer U-Bahn-Zeitung durch, in dem irgendetwas von der wundersamen Abschaffung dieses Zwei-Klassen-Systems durch seine Wenigkeit zu lesen war.</p>
<p>Derweil gibt es schon die ersten Versuche, auch dieses Thema in eine „Neiddebatte“ umzudeuten – wie es bereits bei der Einführung der Mindestsicherung und der Transparenzdatenbank („soziale Hängematte“), dem Eindämmen von zu Lasten einfacher Dienstnehmer gehender Manager-/Banker-Boni sowie der Diskussion um die Vermögenssteuer der Fall war.</p>
<p>So werden <a href="http://kurier.at/interaktiv/kolumnen/4148084.php" target="_blank">im <em>Kurier</em> nun Parallelen</a> zwischen privat versicherten Patienten und Eltern konstruiert, die ihre Kinder in Privatschulen schicken. Es werden Empfänger von Pensionen, die über dem monatlichen Mindestbetrag liegen, zum Vergleich hergenommen. Und es werden private Fluggesellschaften, die ÖBB und die Post mit ihren (wenigen) Upgrade-Angeboten hergenommen, die im Sinne der Zwei-Klassen-Kritiker – so der Kommentar im <em>Kurier</em> – künftig wohl auch durch die „Holzklasse“ für alle ersetzt werden sollten. Und am Ende wird die Empörung ob der dauerhaften Bevorzugung von Menschen, die auf ein bereits gebühren- und steuerfinanziertes System halt noch etwas drauflegen, eingedampft auf die angebliche Sehnsucht der Gesellschaft nach absoluter individueller „Gleichheit“. Um schließlich das Gespenst des Kommunismus los zu lassen.</p>
<p>In Wahrheit besteht natürlich in keinem der konstruierten Beispiele die Gefahr, dass jenen etwas genommen wird, die dafür bereits (wie viel auch immer) bezahlt haben: Wer sein ÖBB-Erste-Klasse-Ticket hat, fühlt sich durch den Zweite-Klasse-Fahrer nicht beeinträchtigt; wer Business reist, wird nicht später in New York landen als der Economy-Flieger – oder gar umgekehrt. Es geht auch in keinem dieser Fälle darum, dass Menschen tage-, wochen- oder monatelang Schmerzen ertragen müssen, die ihnen erspart blieben, wenn sie finanziell besser gestellt wären. Und selbst in der Privat-Patienten-Debatte geht es nicht darum, diesen ihren „Mehrwert&#8221; zu nehmen: Wer ein schöneres, größeres Zimmer für sich allein will, bekommt das weiterhin; wer seinen Arzt wählen will: soll sein. Nur eins ist nicht mit drin im Deal: Dass das Leben desjenigen, der mehr Geld auf der hohen Kante hat, mehr wert sein darf, und der Schmerz des anderen weniger schwer liegt und dessen Not auf die Wartebank geschoben wird, obwohl es Ressourcen gibt. Dafür – und das ist okay – sind die privaten Krankenanstalten da.</p>
<p>Zugespitzt formuliert herrscht derzeit aber der folgende Zustand: Es gibt von uns allen steuerlich finanzierte Ressourcen für eine OP, aber geholfen wird dem, der privat über Tarif zahlt.</p>
<p>Ich halte deshalb fest: Wenn der Vorteil des einen den Nachteil des anderen bedeutet, darf gesellschaftlich interveniert werden.</p>
<p class="wp-flattr-button"> <style>.wp-flattr-button iframe{vertical-align:text-bottom}</style></p> <p><a href="http://www.madication.eu/daily/?flattrss_redirect&amp;id=35454&amp;md5=35f4b912e886ebaff8e92717c65dc403" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.madication.eu/daily/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Smells Like Latino Spirit</title>
		<link>http://www.madication.eu/daily/2011/08/28/smells-like-latino-spirit/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Aug 2011 18:31:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Red Hot Chili Peppers]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Rock]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Urteil nach nur einem Tag, darf man das? Ich sage: ja. Immerhin habe ich eine 20-jährige Geschichte zusammen mit den Red Hot Chili Peppers (RHCP). Ich erinnere mich gut an die Faszination, die der erste mir zu Ohren ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Urteil nach nur einem Tag, darf man das? Ich sage: ja. Immerhin habe ich eine 20-jährige Geschichte zusammen mit den <em>Red Hot Chili Peppers </em>(<em>RHCP</em>). Ich erinnere mich gut an die Faszination, die der erste mir zu Ohren gekommene <em>Chili-Peppers</em>-Song <a href="http://www.youtube.com/watch?v=GLvohMXgcBo&amp;ob=av3n" target="_blank"><em>Under the Bridge</em></a> 1991/92 auf mich ausgeübt hat. Der Video-Clip gehörte zu den Dauerbrennern der ORF-Jugendsendung <em>X-Large</em>, und <em>RHCP</em>-Sänger Anthony Kiedis klärte abwechselnd mit anderen Weltstars in den damals aktuellen <em>DoRo</em>-Clips über die Gefahren von Aids und den Gebrauch von Kondomen auf (<a href="http://www.dorofilms.com/campaignsandimagefilms2.shtm" target="_blank">„groß, geil und bunt“</a>). Ich war zwölf, und gemeinsam mit <em>Ugly Kid Joe</em>, <em>R.E.M.</em>, <em>Metallica</em> und <em>Nirvana </em>gehörten die <em>Red Hot Chili Peppers</em> zu den ersten Bands, deren Poster meine Schlafzimmerwand zierten.<br />
<span id="more-34016"></span></p>
<p>Das zugehörige Album <em>Blood Sugar Sex Magik</em> (<em>BSSM</em>), dessen genialster Track <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Mr_uHJPUlO8&amp;ob=av3e" target="_blank"><em>Give It Away</em></a> noch heute so was wie der <em>Chili-Peppers</em>-Song schlechthin ist, konnte ich mir damals nicht leisten und hörte es erst viele Jahre später in voller Länge. Fluch und Segen des Lebens ohne Internet… Der wirkliche Einstieg ins <em>Chili</em>versum folgte 1995, als ich mir gleich nach dem Erscheinen von <em>One Hot Minute</em> (<em>OHM</em>) eine Kopie des bis dato härtesten (und insgesamt wohl coolsten) Albums der Band ziehen konnte. Auf Kassette, versteht sich.</p>
<p>Es ist dieses (nach dem ersten Ausstieg von John Frusciante mit Gitarrist Dave Navarro eingespielte) Album vielleicht nicht ihre beste Platte, wie ich sehr lange glaubte – damit wären wir wieder bei <em>BSSM</em>, wenngleich die Entscheidung wirklich schwer fällt –, aber wohl eine ihrer stilistisch abwechslungsreichsten. Und das will etwas heißen für eine Truppe, die seit Mitte der 80er-Jahre Rock, Funk, Jazz, Rap und was weiß ich noch alles zusammen mischte. Ein der Angebeteten zugedachtes Mix-Tape Mitte der 90er-Jahre kam jedenfalls nur schwer ohne <a href="http://www.youtube.com/watch?v=0kT5w27YxyI&amp;ob=av3e" target="_blank"><em>My Friends</em></a> aus, das medial als würdiger Nachfolger von <em>Under the Bridge</em> gehandelt wurde. Wie sein Vorgänger ist <em>OHM</em> jedenfalls eine Platte, die auch 2011 noch modern (nicht:„zeitlos“!) klingt.</p>
<p>1999 dann – wieder vereint mit Frusciante – der ultimative Durchbruch: Füllten die <em>RHCP</em> schon seit gut einem Jahrzehnt riesige Stadien, so konnte der geneigte Fan nun auch seine Eltern endlich für den Sound der Band begeistern. Dafür sorgten Songs wie <em>Otherside</em>, <em>Scar Tissue</em>, <em>Easily</em> und – natürlich – der seit langem totgenudelte Titelsong des neuen Albums <em>Californication</em>. Es war sicher nicht nur für mich <em>die</em> Platte jenes Sommers (welche ich daraufhin, weil die Musik fest mit einer unglücklichen Liebschaft verknüpft ist, jedoch viele Jahre nicht mehr hören konnte). Es war dies aber zugleich auch die Blaupause für den „neuen“ <em>Chili-Peppers</em>-Sound: Weniger Funk, weniger Stilmix, mehr Balladen. Stagnation auf hohem musikalisch-technischem Niveau.</p>
<p>Die nachfolgenden Platten <em>By The Way</em> (2002) und das Doppelalbum <em>Stadium Arcadium</em> (2006) hätten getrost als „Californication 2“ und „Californication 3“ erscheinen können. Im Gegensatz zum „Original“ wurden diese zwei Werke jedoch über weite Strecken mit zweitklassigem Material angefüllt. Vereinzelte Perlen wie <em>Can’t Stop</em> oder das wirklich wunderbare <a href="http://www.youtube.com/watch?v=DrLSUNhH_5c" target="_blank"><em>Especially In Michigan</em></a> konnten den Karren nicht mehr aus dem Dreck ziehen: Die Musik der <em>Peppers</em> war allenfalls „nett“ geworden. Mit ihrer Live-Performance Ende 2006 in der Wiener Stadthalle führten sie sich in der Folge auch als trauriger, unmotivierter, schlecht abgemischter und alberner Haufen entsprechend selbst vor. Da war die Luft so was von draußen…</p>
<p>Umso überraschender die Rückkehr 2011: Ja, es hatte etwas geschehen müssen. Dass es der erneute Ausstieg John Frusciantes war, überraschte sicher viele Fans; mich erfüllte diese Nachricht vor allem mit Hoffnung – siehe das großartige <em>One Hot Minute</em>. Und in der Tat scheint der junge Josh Klinghoffer den restlichen <em>Chili</em>-Schoten Chad Smith (Drums), Flea (Bass) und Kiedis in den Hintern getreten zu haben.</p>
<p>Der tolle erste Track <a href="http://www.youtube.com/watch?v=gB2k5lUja2A" target="_blank"><em>Monarchy of Roses</em></a> erinnert zu Beginn an eine perfekte Zusammenführung des <em>OHM</em>-Openers <em>Warped</em> mit <em>Around The World</em>, dem Eröffnungsstück auf <em>Californication</em>. Gemeinsam mit dem folgenden <a href="http://www.youtube.com/watch?v=9MrVarmkTLQ" target="_blank"><em>Factory of Faith</em></a> bringt der Song etwas vom Funk der frühen 90er-Jahre zurück. Man darf sich an <em>BSSM </em>erinnert fühlen. <em>Brendan’s Death Song</em> soll wohl den Spagat zwischen <em>Under The Bridge</em>, <em>My Friends</em> und <em>Californication</em> schaffen, nervt jedoch ab der Hälfte durch den viel zu großzügigen Schlagzeug-Einsatz. <em>Ethiopia</em> und <em>Annie Wants a Baby</em> sind ebenfalls keine große Offenbarung, bestehen aber dennoch gegen vieles, was die <em>Chili Peppers</em> des vergangenen Jahrzehnts ausmachte. <em>Look Around</em> – gesangstechnisch leicht neben der Spur – und die erst im Albumkontext richtig funktionierende erste Single<a href="http://www.youtube.com/watch?v=wMPzcHB5xXI" target="_blank"><em> The Adventures of Rain Dance Maggie</em></a> treiben die Wertung wieder etwas nach oben. Hier macht Chad Smith wieder einiges gut (Kuhglocke!). <em></em></p>
<p><em>Did I Let You Know</em> gewinnt durch gewagten Bläsereinsatz und eröffnet die zweite Hälfte des 14 Tracks umfassenden<em> I’m With You</em> mit Salsa-Feeling. Auch <em>Goodbye Hooray</em> und <em>Happiness Loves Company</em> können ihr Latin(o)-Erbe nicht bestreiten – eine interessante Seite dieser Band, und eine erste Bestätigung der stilistischen Zweiteilung dieser Platte. <em>Police Station</em> gehört wieder zu den schwächeren Kompositionen, und bei <em>Even You Brutus?</em> wird sich der eine oder andere Hörer ratlos an Santana und Prince („Ooooh!“) erinnert fühlen: Definitiv ein Gewinn für die Platte, mit dem sie auch ein sehr gutes Ende gefunden hätte. <em>Meet Me At The Corner</em> pflegt die Langeweile, und <em>Dance, Dance, Dance </em>erinnert im Refrain  an <em>Jesus Doesn’t Want Me For  A Sunbeam</em>, den vor allem durch <em>Nirvana</em>s Cover bekannten David-Bowie-Song. Überflüssig.</p>
<p>Fazit: Solides Pop-Album, das über weite Strecken auch unter dem Band-Namen „Red Hot Salsa Peppers“ funktionieren würde; sicher jedoch ihre beste Platte seit der Jahrtausendwende, die bei mir dennoch nicht auf Heavy-Rotation laufen wird. Mit Klinghoffer, das kann noch was werden! Spätgeborene Liebhaber der 90er-Jahre-<em>Peppers</em> hören sich aber dennoch besser in <a href="http://www.youtube.com/watch?v=7gs2o5T7oN8" target="_blank">deren 80er-Jahre-Zeugs</a> ein, wenn’s was „Neues“ sein soll. Denn <em>I&#8217;m With You</em> wird eher früher als später auch von unseren Müttern entdeckt werden.</p>
<p class="wp-flattr-button"> <style>.wp-flattr-button iframe{vertical-align:text-bottom}</style></p> <p><a href="http://www.madication.eu/daily/?flattrss_redirect&amp;id=34016&amp;md5=f54c987ee67091b408bf2b6dbc047651" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.madication.eu/daily/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Reblogged: Tag der Tomateiser&#8230; oder so&#8230;</title>
		<link>http://www.madication.eu/daily/2011/08/08/reblogged-tag-der-tomateiser-oder-so/</link>
		<comments>http://www.madication.eu/daily/2011/08/08/reblogged-tag-der-tomateiser-oder-so/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 10:24:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mad</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Oida]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein alter Text. Weil's zum heutigen Datum passt, das irgendwer zum „Tag der Tomate“ zu erheben müssen glaubte:
(...) So habe ich in illustrer Journalistenrunde mehrfach erfahren, dass Ausdrücke wie Blumenkohl und Tomate tabu, und Wörter wie Teller und Monat ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein alter Text. Weil&#8217;s zum heutigen Datum passt, das irgendwer zum „Tag der Tomate“ zu erheben müssen glaubte:</p>
<blockquote><p>(&#8230;) So habe ich in illustrer Journalistenrunde mehrfach erfahren, dass Ausdrücke wie <em>Blumenkohl</em> und <em>Tomate</em> tabu, und Wörter wie <em>Teller</em> und <em>Monat</em> vom grammatikalischen Geschlecht her rein sächlich seien; <em>das</em> Joghurt, zudem, sei natürlich falsch – weil in Wahrheit ein Kerl, wie  man mir weismachen wollte. Korrekt hingegen, weil nicht „bundesdeutsch“,  wären für das genannte Gemüse die Bezeichnungen <em>Karfiol</em> und <em>Paradeiser</em>,  so die allgemeine Übereinkunft – der sich sogar ein vorarlbergstämmiger  Kolumnist angeschlossen hat. Und mich damit im Regen stehen ließ. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Mehr dazu <a href="http://mad.madication.eu/2010/11/01/tomaten-paradeiser/" target="_blank">gibt&#8217;s hier</a>.</p>
<p class="wp-flattr-button"> <style>.wp-flattr-button iframe{vertical-align:text-bottom}</style></p> <p><a href="http://www.madication.eu/daily/?flattrss_redirect&amp;id=30865&amp;md5=6ce0caafeddb037659e1ca26bb55838e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.madication.eu/daily/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lektüre: FP-Mandatar im braunen Facebook-Sumpf</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 18:51:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mad</dc:creator>
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		<category><![CDATA[BZÖ]]></category>
		<category><![CDATA[Da ist was faul im Staat]]></category>
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		<description><![CDATA[(...) Diese Gruppe ist geheim! Kommt es zu einer Realen Gruppenstärke von 100 Mann wird diese Truppe das erste Mal in der Öffentlichkeit stehen! Zuvor haben wir eine Nahkampfausbildung gedacht! Jeder der militärische Erfahrung über den Präsenzdienst hinaus hat, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>(&#8230;) Diese Gruppe ist geheim! Kommt es zu einer Realen Gruppenstärke von 100 Mann wird diese Truppe das erste Mal in der Öffentlichkeit stehen! Zuvor haben wir eine Nahkampfausbildung gedacht! Jeder der militärische Erfahrung über den Präsenzdienst hinaus hat, oder Personenschutzausbildung hat, dies auch belegen kann, wird anfangs als Ausbildner herangezogen, später als Führungsperson eingesetzt! Zunächst mal habe ich den Namen &#8216; deutsche Garde&#8217; gewählt (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Dass dieses Zitat (inklusive Interpunktion) aus einer im Prinzip völlig öffentlichen Plattform wie Facebook stammt, hätte ich mir bis vor einer Stunde kaum vorstellen können. Man hört (und liest selbst) natürlich sehr viel Quatsch und einiges sehr Bedenkliches in diesem und anderen Social-Media-Kanälen; aber dass sich derart unbefangen über die Bildung von privaten Kampftrupps ausgetauscht wird, ist dann doch einigermaßen ernüchternd. Einerseits beeindruckt die Dummheit des Geplauders, andererseits wird allein durch die beteiligten Personen und deren Verwurzelung bis hinauf in den österreichischen Nationalrat klar: Hier läuft seit langer Zeit etwas sehr, sehr falsch.</p>
<p>Ich empfehle darum dringend die Lektüre des Artikels über <a href="http://bawekoll.wordpress.com/2011/06/24/die-paramilitarischen-facebookfreunde-von-werner-konigshofer/#comment-51" target="_blank">„Die paramilitärischen Facebookfreunde von Werner Königshofer“</a> im Blog des <em>Basisdemokratischen Web Kollektivs </em>(<em>bawekoll</em>), bei dessen Macher/inne/n ich mich für ihre Aufklärungsarbeit mit einem Link in meiner Blogroll bedanke.</p>
<p class="wp-flattr-button"> <style>.wp-flattr-button iframe{vertical-align:text-bottom}</style></p> <p><a href="http://www.madication.eu/daily/?flattrss_redirect&amp;id=28904&amp;md5=25fe5386549a3b1fea8bee3370a25945" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.madication.eu/daily/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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